29.1.2012 – Runde 4
Das beste zum Schluss
Mit 69 (-3) in der Finalrunde der Abu Dhabi HSBC Championship gelingt Markus Brier am Sonntag sein bestes Score im Turnierverlauf. Er verbessert sich damit bis auf Rang 42 (-2).
„Mein Spiel war komplett anders als gestern. Ich habe wieder viele Fairways getroffen und viele gute Schläge in die Grüns gespielt. Wenn ich einmal das Grün verfehlt habe sind die Up-and-downs gelungen – astrein!“, freut sich Markus Brier über die starke Finalrunde in Abu Dahbi. Vier Birdies und ein Bogey trösten über den Ausrutscher am Samstag hinweg.
Nach einem ersten Birdie auf der 7 (Par 3, 182 m), gelingt der zweite Schlaggewinn auf Loch 10 (Par 5, 532 m). Am Einstieg in die Backnine musste hatte Brier in den Runden zuvor zahlreiche Schläge liegen lassen – nicht so am Sonntag: „Vom Fairway hat der Lay-Up heute endlich einmal funktioniert und mit dem Wedge habe ich den Ball auf 2,5 Meter zum Loch gebracht“, schildert er die Vorarbeit zum befreienden Birdie. Den Run kann er gleich am nächsten Loch zum dritten Birdie nutzen. Auf Loch 11 (Par 4, 381 m) bringt er die Attacke mit dem 8er-Eisen wiederum bis auf 2 Meter zur Fahne und verwertet.
Briers einziges Bogey am Sonntag passiert auf Loch 15 (Par 3, 162 m), wo er vom Abschlag das Grün verfehlt und sich der Ball unglücklich im Bunkersand einbohrt. „Da war nichts mehr zu holen...“, kommenteirt Brier. Schließlich beendet er den Tag mit einem Birdie auf der 18 (Par 5, 518 m). Er misst mit dem zweiten Schlag das Grün, doch locht nach einem langen Chip den 3-Meter-Putt zum Birdie.
„Ich habe das Gefühl, dass ich vom Schwung her dort bin, wo ich hinwill. Ich habe ja nicht so lange pausiert und im Jänner wieder früher angefangen zu spielen. Heute hat es richtig nach Golf ausgeschaut“, so Brier vor der Abfahrt zum Turnier in Qatar. Auf dem ihm sympathischen Platz hat er vergangenes Jahr im letzten Flight um den Sieg mitgespielt, um schließlich mit Rang 3 sein bestes Saisonergebnis zu erzielen.
28.1.2012 – Runde 3
Falsche Richtung am Moving Day
Mit 74 (+2) fällt Markus Brier in der dritten Runde der Abu Dhabi HSBC Golf Championship auf Rang 62. zurück. Neben Fehlern mit den Eisen, kostet die hohe Streuung vom Tee Nerven und Schläge.
Zwei Bogeys auf den Frontnine und ein Doppelbogey auf Loch 10 (Par 5, 532 m) stehen am Samstag zwei Birdies gegenüber. Während die Schlagverluste erst mit schwachem Eisenspiel passieren, bekommt Brier ab dem Halbzeitturn die Bälle vom Tee nicht mehr sauber ins Spiel. „Das war eine nervenaufreibende Runde. Die Bogeys auf den Frontnine waren klassische Fehler bei den Approaches. Ab dann war es ein Desaster vom Tee und ich habe die Abschläge wild weggeschossen. Ich habe nur mehr schauen können, dass ich die Pars rette, was zum Glück ganz gut funktioniert hat“, fasst Brier seine dritte Runde zusammen.
Den Bogeys auf den Löchern 3 (Par 4, 392 m) und 9 (Par 4, 417 m) steht ein Birdie auf Loch 8 (Par 5, 546 m) gegenüber. Auf Loch 10 (Par 5, 532 m) passiert ein schmerzliches Doppelbogey. Nachdem der Abschlag unspielbar an einem Busch landet, kommt zum Strafschlag auch noch ein Dreiputt. „Dann ist es wirklich schlimm geworden, aber ich habe mein Score noch zusammenhalten können: Pitch-Putt auf der 12, aus einem Busch Richtung Grün auf der 13, Up-and-Down auf der 14 und in diesem Stil weiter. 17 – 18 waren wieder OK“, so Brier. Das zweite Birdie zur Scorekorrektur gelingt auf Loch 18 (Par 5, 518 m) wo Brier die 5-Meter-Birdiechance nutzen kann.
Mit überwältigenden 66er Runden (-6) übernehmen Tiger Woods und Robert Rock vor der Finalrunde die Führung (-11) in Abu Dhabi. Mit zwei schlägen Rückstand lauert bei -9 ein vierköpfiges Verfolgerfled ua. mit den Joungsters Rory McIlroy (NIR) und Matteo Monassero (ITA). Als 62. bei 1 über Par hat Brier 6 Schläge Rückstand auf die Top-20.
27.1.2012 – Runde 2 – ZWISCHENSTAND
Im Cut beim Eliteturnier
In der zweiten Runde der Abu Dhabi HSBC Golf Championship scort Markus Brier 71 (-1) und hält damit seine Position im Mittelfeld (derzeit T33). Brier matcht sich am Wochendende mit den besten Spielern der European Tour um 2,7 Millionen Dollar Preisgeld.
Zwar ist Markus Briers Fehlerquote mit zahlreichen Ausritten vom Tee am Freitag höher als zur Eröffnungsrunde; jedoch kann er mit zwei Birdies und einem Eagle das Ergebnis doch unter Par drücken. Ein gelochter Bunkerschlag auf Loch 8 (Par 5, 546 m) hilft, mit 71 (-1) sein starkes Ergebnis vom Vortag noch einmal zu unterbieten.
„Vom Tee war es heute nicht so schön und ich habe ordentlich zu kämpfen gehabt. Ein paar Mal habe ich sehr tiefe Lagen gehabt und so sind alle drei Bogeys passiert“, schildert Brier. Nach einem frühen Schlaggewinn auf Loch 2 (Par 5, 548 m) passiert gleich anschließend auf Loch 3 (Par 4, 392 m) der erste Abschlag ins tiefe Rough. Auf Loch 5 (Par 4, 428 m) kommt es noch schlimmer, als Brier den Ball vom Tee komplett nach links verzieht, und sich weitab vom Fairway, tot unter einem Baum, wiederfindet. Nach der geglückten Befreiung mit dem 8er-Eisen kommt er mit nur einem Schlagverlust aber relativ glimpflich davon.
Nach einem guten Abschlag und der Attacke mit dem 3er-Holz locht Brier dann auf der 8 (Par 5, 546 m) seinen Bunkerschlag zum wichtigen Eagle. „Wir spielen hier viel aus den Bunkern. Oft ist das Hindernis der bessere Miss, als zum Beispiel hinter dem Grün aus dem tiefen Rough einen schwierigen Bergab-Chip machen zu müssen. Mein Bunkerspiel funktioniert bisher tadellos“, analysiert Brier. Mit „soliderem Spiel nach dem Turn“ lässt er gute Birdiechancen auf den Löchern 10 und 13 aus, bevor auf der 14 (Par 4, 448 m) ein 15-Meter-Putt zum zweiten Birdie fällt. Mit einem weiteren Bogey aus dem Rough (Nr. 16, Par 4, 434 m) gibt Brier aber kurz vor Schluss wieder einen Schlag ab.
Thorbjörn Olesen (DEN) übernimmt mit einer 67 (-5) derzeit die Führung. Tiger Woods (USA) arbeitet sich bis auf derzeit Rang 2 (-6) nach vor. Mit par nach 15 fällt Robert Karlsson (SWE) von der Spitzenposition auf derzeit Rang 4 zurück. Auch Rory McIlroy (NIR) rangiert derzeit bei 5 unter Par auf Rang 4.
Martin Wiegele (T111, +6 nach 11) und Bernd Wiesberger (T101, +5 nach 12) dürften deutliche am Cut scheitern. Die zweite Runde ist in Gange; die Positionen können sich noch leicht verändern.
26.1. 2012 - Runde 1
Brier auf Cutkurs
Mit einer Parrunde (72) am Donnerstag platziert sich Markus Brier zum Auftakt der Abu Dhabi HSBC Golf Championships auf Platz 35. Bei Wind und immer härter werdenden Grüns am Nachmittag locht er zwei Birdies und rangiert damit nur 2 Schläge außerhalb der Top-Ten.
Auf einem fordernden, modernen Designer-Kurs, beim besten Starterfeld, das die European Tour außerhalb der Majors zu bieten hat und nicht zuletzt bei 2,7 Millionen Dollar Preisgeld erwischt Markus Brier einen starken Start ins Turnier.
"Ich bin sehr zufrieden, dass mein Gameplan aufgegangen ist. Ich habe sehr gut gerivt und nur ein Fairway verfehlt, das ist hier der Schlüssel zum tiefen Score", freut sich Brier über den erfolgreichen Einstand. Mit Spielern wie dem Weltranglisten-Führenden Luke Donald (ENG) oder Tiger Woods (USA) sowie zahlreichen Major-Siegern im Feld, präsentiert sich der Platz in der Wüste von seiner schwierigsten Seite. Schon aus dem Semirough ist der Ball kaum noch aggressiv ins Ziel zu bringen und bei aufkommenden Wind am Nachmittag hat Brier härter zu kämpfen, als die andere Seite des Starterfeldes.
"Die Par 5 sind für mich allesamt außer Reichweite. Durch die Länge der Löcher werden die Lay-Ups umso wichtiger", schildert Brier, der sich bei den langen Schüssen von den Fairways zwar einige kleinere Ungenauigkeiten erlaubt, diese aber mit sauberen Kurzspiel ausbessern kann – bei vier Pars aus den Grünbunkern und insgesamt 5 Parsaves funktionieren am Donnerstag auch die Wedges nach Plan.
Briers Scorekarte zeigt sich ausbalanciert: zwei Bogeys in der ersten Rundenhälfte (Brier startet auf der 10), stehen zwei Birdies am späten Nachmittag gegenüber. Gleich am Eröffnungsloch (Nr. 10, Par 5, 532 m) ist nach der Vorlage nur ein kurzer Befreiungsschlag aus dem langen Gras möglich. Auf Loch 17 (Par 4, 441 m) überschlägt er – bei kniffliger Schlägerwahl aus großer Distanz – das Grün. Stärker dann die Frontnine: Auf Loch 4 (Par 3, 159 m) fällt der Birdieputt aus 6 Meter. Zum Abschluss, auf Loch 9 (Par 4, 417 m) gelingt der Schuss des Tages: "In der Dämmerung habe ich den Ball mit dem 3er-Eisen aus 190 Meter gegen den Wind auf 1,5 Meter zum Loch geschlagen", schildert Brier die Vorlage zum zweiten Birdie, das am letzten Loch die saubere Parrunde besiegelt
Bernd Wiesberger und Martin Wiegele stürzen mit 77 (+5) auf Rang 115 ab. Es führen Robert Karlsson (SWE) und Rory McIlroy (NIR) bei 5 unter Par. Tiger Woods ligt mit -2 an 9. Stelle; auf die Top-Ten fehlen Brier derzeit nur zwei Strokes. Teetime am Freitag ist 8 Uhr 50 (MEZ +3).
25.1.2012 – Vorschau
Die Wüste ruft
Markus Brier startet diese Woche bei den Abu Dhabi HSBC Golf Championship in seinen Desert-Swing, der ihn in der folgenden Woche auch nach Qatar führen wird. Am enorm schwierigen Kurs von Abu Dhabi versammelt sich erstmals im Jahr die globale Golfelite.
Tiger Woods (USA), gemeinsam im Flight mit dem Weltranglisten-Führenden Luke Donald (ENG) und Nachwuchs-Star Rory McIlroy (NIR); insgesamt sechs Spieler aus den Top-Ten des World Golf Ranking am Start und im Feld die klingendsten Namen der European Tour, worunter sich eine beeindruckende Anzahl von Major-Champions befindet – österreichs Paradegolfer Markus Brier (AUT) hat nach Rang 116 im Race to Dubai 2011 und mit seiner neuen Mitgliedskategorie 8 dieses Jahr wieder die Ehre bei den absoluten Top-Turnieren dabei zu sein. 2,7 Millionen Dollar werden ausgespielt und die Veranstalter haben offensichtlich noch einmal so viel Geld in die Hand genommen, um – erstmals in Abu Dhabi – Tiger Woods und KJ Choi (ROK) aufs Tee zu bitten.
Die Herausforderung ist aber nicht nur von der Konkurrenz her eine ernste. Brier: „Der Kurs ist richtig lang und so ein dichtes Rough haben wir auf der Tour schon lange nicht mehr gesehen“, schildert er die Verhältnisse am künstlich bewässerten Designerkurs in der Wüste. „Das Semirough ist schon heftig, aber aus dem Second-Cut kannst du nur raus-chippen. Auch um die Grüns ist ein Meter Platz und dann wird es schwierig beim Chippen – da ist es sogar manchmal besser, man liegt im Bunker“, schildert Brier voll Tatendrang. Auf den langen Par 4 (durchwegs 420 bis 440 Meter) sind – bei ordentlichem Wind in der Proberunde – zahlreiche Fairwayhölzer und Lange Eisen zur Grünattacke notwendig.
Bei mehreren Starts in den vergangenen Jahren hat Brier in Abu Dhabi zuletzt 2007 die Preisgeldränge erreicht. „Ein gutes Ergebnis im Vorjahr wäre keine Garantie auf einen Erfolg. Man darf die Statistiken nicht überbewerten“, kommentiert er schon in Hinblick auf das folgende Turnier in Qatar, wo er vergangenes Jahr mit Rang 3 und 102.393 € sein absolutes Top-Ergebnis erzielte. Mit Bernd Wiesberger und Martin Wiegele sind diese Woche insgesamt drei Österreicher am Start. Markus Brier Foundation Schützling und European Tour Member Hanspeter Bacher hat den Sprung ins Starterfeld nicht geschafft und teet diese Woche zum Saisonauftakt der Challenge Tour in Indien auf.

