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Madeira Islands Open
10. bis 13. Mai
Santo da Serra, Funchal
Preisgeld: 675.000 Euro
Titelverteidiger: Michael Hoey (NIR)

 

 

 

13.5.2012 – 4. Runde

Finale ohne Freude

Markus Brier startet mit zwei  Birdies stark in die Finalrunde der Madeira Islands Open. Zwei Bogeys gleich darauf sorgen für Ernüchterung. Mit der abschließenden 73 (+1) belegt er im Endergebnis Rang 60 und macht magere 1.822 Euro Preisgeld.

Auf Loch 10 gestartet, fällt der Birdieputt am ersten Grün aus 3 Meter. Am folgenden Bergab-Par 5 (Nr. 11, 523 m) reichen Drive und 7er-Eisen zum sichern Zweiputt-Birdie. Doch mit unmittelbar darauf folgenden Bogeys verspielt Brier sein Guthaben wieder. Nach schwachen Approach auf der Loch 12 verpatzt er den Chip. Auf Loch 13 dreiputtet er aus 5 Meter – „da war ich zu gierig“, muss sich Brier eingestehen.

„Nach dem Vollgas-Start habe ich gedacht, dass es heute vielleicht noch nach oben geht“, schildert Brier. „Aber nach den Bogeys war die Luft draussen und ich habe keine wirklichen Chancen mehr herausgespielt.“ Weiterhin kämpft er am Santo da Serra GC mit einer zu hohen Fehlerquote. Besonders auf und um die Grüns tut sich der 43-jährige Wiener schwer. Im Finish lässt er ein Par aufs nächste folgen, vergibt eine gute Chance auf der 16 und muss mit Wasserball auf Loch 3 (Par 5, 476 m) ein weiteres Bogey hinnehmen. 

„Ich habe die ganze Woche mit den Grüns nichts anfangen können. Ich habe viele Putts zu kurz gelassen und an den ersten drei Tagen zu viele Zähler beim Chippen liegengelassen. Jetzt sind ein paar Tage Pause angesagt und dann freuen wir uns auf Wentworth – zum Glück sind die Grüns jede Woche anders“, erklärt Brier abschließend.

European Tour Rookie Hanspeter Bacher erreicht mit einer weiteren starken Runde 68 (-4) Rang 11 – eine neue Karriere-Bestleistung. Challenge Tour Spieler Florian Prägant wird 47. und kann das kosanktionierte Turnier nicht für sattes Preisgeld nutzen. Der Portugiese Ricardo Santos sichert sich mit 63 (-9) am Finaltag beim Heimturnier seinen ersten Titel und eine Spielberechtigung für die European Tour bis Ende 2013.

 

 

12.5.2012 – ZWISCHENSTAND – 3. Runde

Brier weiter unkonstant

Markus Brier scort auch in der dritten Runde der Madeira Islands Open 72 (par) und kann sich damit am Leaderboard nicht verbessern (dzt. T58). Probleme mit den Drives und, wie in der Runde zuvor, schwache Chips sorgen für Schlagverluste.

Die dritte Runde beginnt für Markus Brier mit einem Doppelbogey. Aus dem Fairwaybunker auf Loch 1 (Par 4, 364 m) streift der Ball einen Ast, wird abgelenkt und bleibt unauffindbar. „Mit dem Doppelbogey bin ich noch gut davongekommen“, so Brier, der kurz darauf am 2. Grün einen kurzen Putt zum Birdie misst.

Auf den Löchern 3 und 5 fallen die Birdies, doch im mittleren Rundendrittel schleichen sich erneut Fehler ein. Auf Loch 6 führt „noch ein fürchterlicher Abschlag“, so Brier, zum nächsten Schlagverlust. Auf den Löchern 11 und 12 lässt er, wie in Runde 2, Schläge beim Chippen liegen. Brier frustriert: „In der Mitte der Runde ist es nicht gut gelaufen. Mit drei billigen Fehlern habe ich mir wieder das Score verbaut. Ich komme mit den extrem harten Grüns einfach nicht zurecht.“

Mit zwei Birdies im Finish hantelt sich der 43-jährige Wiener wieder zurück Richtung Par. Auf Loch 14 locht er den Birdie-Putt vom Vorgrün aus 5 Meter. Auf Loch 16 (Par 5, 508 m) pitcht er auf einen Meter zur Fahne.
Die letzten Flights haben 9 Löcher absolviert. Derzeit führt Carlos Delmoral (ESP) bei 14 unter Par. Der Halbzeit-Leader Oliver Wilson (ENG) liegt einen Schlag dahinter. HP Bacher hält sich weiterhin solide in den Top-Ten. Florian Prägant kann sich mit 71 (-1) am Samstag bis Position 54 verbessern. Die dritte Runde ist in Gange.

 

 

11.5.2012 – 2. Runde

Kurzspielpatzer in Runde 2

Mit 72 Schlägen (par) in der zweiten Runde der Madeira Islands Open fällt Markus Brier zur Halbzeit bis auf Rang 51 zurück. Fehler beim Chippen sorgen für drei Bogeys auf den Frontnine.

„Die ersten Neun waren vom langen Spiel her gar nicht schlecht, aber ich habe mit fürchterlichen Chips die Up&Downs nicht geschafft“, kommentiert Markus Brier seine drei Bogeys in der ersten Rundenhälfte. Nach einem enttäuschenden Dreiputt zum Par auf Loch 3, scort er auf der 4 (Par 3, 185 m) das erste von vier Birdies. Darauf folgen die Kurzspiel-Patzer auf den Löchern 5, 8 und 9.

Nach den Schlagverlusten auf den Frontnine, kann Brier gleich nach dem Turn kontern. Birdies auf den Löchern 10 (Par 4, 361 m) und 11 (Par 5, 523 m) sorgen für Aufwind. Brier: „Bei den Bogeys zuvor sind die Bälle mit letzter Kraft ins Semirough gerollt. Dann habe ich zwei Mal die richtigen Eisen in der Hand gehabt.“ Trotz Problemen vom Tee und ungenauen Grünattacken, rettet er auf den Backnine zahlreiche Pars. Nur auf Loch 13 (Par 4, 422 m) führt ein Ausrutscher vom Abschlag in die Wälder auf der rechten Seite des Fairways und zu einem weiteren Bogey. „Natürlich bin ich froh, den Cut geschafft zu haben. Aber damit man von einem ordentlichen Preisgeld reden kann, muss ich mich noch deutlich verbessern“, lautet Briers ernüchternde Zwischenbilanz.

Neben Markus Brier cutten auch HP. Bacher (T10) und Florian Prägant (T51). Bacher schließt mit 69 (-3) an seine starke Auftaktrunde an. Prägant hievt sich mit einem Birdie-Eagle-Doppelschlag spät in die Cutränge. An der Spitze konnten sich vier Spieler vom Feld absetzen. Es führt Oliver Wilson (ENG) bei 13 unter Par.

 

 

10.5.2012 – 1. Runde

Brier eröffnet stark

Mit vier Birdies und einem späten Bogey kommt Markus Brier in der ersten Runde der Madeira Islands Open auf 69 Schläge (-3) und platziert sich vorerst auf Rang 11. Nach  einer Wetterunterbrechung wegen schlechter Sicht, kann er im letzten Rundendrittel nicht mehr an die Birdies zu Beginn anschließen.

Von Tee 10, auf den Backnine des stark ondulierten Kurses hoch über Funchal, ins Turnier gestartet, läuft für Markus Brier Anfangs alles nach Plan. Am Donnerstag Vormittag gelingen auf den Löchern 11 (Par 5, 523 m), 14 (Par 4, 327 m) und 17 (Par 3, 152 m) Schlaggewinne und von Anfang an rangiert Brier ganz weit oben am Leaderboard.  Auf Loch 1 (Par 4, 364 m) gelingt das vierte Birdie, womit er seine Position festigt und nach der Führung greift.

Während er bei den ersten beiden Birdies die Bälle mit den Approaches toll zur Fahne bekommt, locht er auf 17 und 1 längere Putts aus etwa 6 Meter. Brier: „Ich habe die ersten 11 Löcher richtig gut gespielt. Da war nicht viel falsch.“ Am 3. Tee sorgt dann das unberechenbare Wetter über Madeira für eine 20-minütige Unterbrechung. Nachdem der Himmel wieder aufklart findet der 43-jährige Wiener jedoch nicht in den erfolgreichen Rhythmus zurück.

Gleich den ersten Drive nach der Pause, auf Loch 3 (Par 5, 476 m), schlägt er ins Wasserhindernis, kann aber noch das Par retten. Am letzten Par 5 seiner Runde (Nr. 7, 492 m) passiert kurz vor Schluss sein einziges Bogey. Beim Schuss ins 15 Meter höher liegende Grün unterschätzt er die Distanz und lässt den Ball zu kurz. Bei insgesamt 31 Putts am Donnerstag kann er seine 15 Grüntreffer nicht optimal ausnutzen. „Ich habe zum Schluss nicht mehr wirklich nah hingeschossen und es waren ein paar enge Fahnen dabei. Ich denke aber, dass noch alles im grünen Bereich ist und freue mich auf morgen“, fasst Brier optimistisch zusammen.

Mit 67 (-5) bringt HP Bacher eine der tiefsten Runden des Tages ins Clubhaus. Briers Schützling aus der Markus-Brier-Foundation startet zwar mit einem Doppelbogey ins Turnier, kontert aber  mit vier Birdies auf den nächsten sechs Löchern. Mit einem Eagle auf den Backnine spielt Bacher ganz vorne mit. Thomas Feyrsinger ist mit 71 (-1) derzeit 44ter. Florian Prägant notiert nach 73 (+1) auf Rang 105. Roland Steiner ist eben ins Turnier gestartet. Es führen derzeit Tommy Fleetwood (ENG) und Mortn Orum Madsen (ENG) bei 6 unter Par, drei Schläge vor Brier.

 

 

 

9.5.2012 – Vorschau

Achterbahn im Atlantik

Nach dem 7. Platz in Sevilla ist Markus Brier ohne Unterbrechung zu den Madeira Islands Open weitergereist. Nach drei Jahren ist das Turnier zurück am hügeligen Santo da Serra GC, ein Platz den Brier mag, und auf dem er schon einige starke Ergebnisse erzielte. Das Turnier ist cosanktioniert mit der Challenge Tour, insgesamt fünf Österreicher sind am Start.

Auf der stark zerklüfteten Atlantikinsel Madeira, liegt Santo da Serra hoch über der Inselhauptstadt Funchal. „Ich habe den Platz sicher schon zehn Mal gespielt, kenne die Löcher ganz gut und komme gerne hierher“, freut sich Brier, der erst beim ProAm am Mittwoch seine Proberunde absolvieren wird.
„Es geht oft bergauf und bergab – ein bischen wie zu Hause. Das macht die Distanzeinschätzung schwierig, aber wir Österreicher haben hier vielleicht einen kleinen Vorteil.“, analysiert Brier.

In den vergangnen drei Jahren wurde das Turnier auf der Nachbarinsel Porto Santo ausgetragen. 2008, bei seinem letzten Start im Santo da Serra GC wurde Brier 15. und vor Jahren hat er hier auch schon Top-Ten-Platzierungen erreicht. „Es sind ein paar Bäume weniger und etwas mehr Platz vom Tee. Außerdem ist es eher trocken, die Länge spielt also keine große Rolle diese Woche“, so Brier.
„Die Grüns sind klein und hängen manchmal ganz schön. Wichtig wird sein, die richtigen Plateaus zu treffen und den Ball zum Stehen zu bringen.“ Nach seinen enormen Approaches, die ihm vergangene Woche eine Top-Ten Platzierung einbrachten, ein weiterer Grund, Markus Brier zum engeren Favoritenkreis zu zählen.

Als eines von zwei Turnieren im Kalender sind die weniger hoch dotierten Madeira Islands Open auch offen für Challenge Tourspieler. Ohne Probleme kommt HP Bacher ins Feld. Außerdem sind Florian Prägant, Thomas Feyrsinger und Roland Steiner am Start. „Es geht schon besonders heiter zu, wenn so viele Kollegen vor Ort sind. Wir sehen uns sonst nur ganz selten“, schildert Brier.