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Reale Seguros Open de España
3. bis 6. Mai, 2012
Real Club de Golf de Sevilla
Preisgeld: 2 Mio. Euro
Titelverteidiger: Thomas Aiken (RSA)

 

 

 

 

 

6.5.2012 – 4. Runde

Top-Ten nach Aufholjagd

Mit der 67 (-5) in der Finalrunde der Open de España verbessert sich Markus Brier im Endklassement bis auf Rang 7 und verdient 46.320 Euro. Sechs Birdies bei wenig Wind und angenehmen Temperaturen sorgen für einen versöhnlichen Abschluss.

Enorm starke Grünschüsse und eine gute Chancenauswertung, das ist Markus Briers Schlüssel zum Sprung in die Top-Ten. Nach dem harten Kampf in den verregneten und windigen Vorrunden, scort Brier am Finaltag in Sevilla jeweils drei Birdies in beiden Rundenhälften. Das einzige Bogey passiert mit einem Dreiputt auf der 6 (Par 4, 412 m).

Trotz des einen oder anderen Patzers: „Das war heute wirklich sehr gut“, freut sich Brier. „Ich habe nicht viel falsch gemacht und es war richtig gutes Golf bei tollem Wetter.“ Einige kleine Unschärfen in seinem Spiel kann er durch die überzeugenden Approaches ausbessern. Brier trifft im Tagesverlauf 16 Grüns in Regulation. Auf den Backnine hat der einzige Österreicher im Feld sogar auf jedem Grün eine Birdiechance.

Von Anfang an bringt Markus Brier am Sonntag die Approaches nah an die Fahne. So fallen die Birdies auf den Löchern 3 (Par 3, 154 m) und 5 (Par 5, 470 m) aus 1,5 sowie 3 Meter. Auf Loch 8 (Par 4, 347 m) locht er einen langen Putt zum dritten Schlaggewinn. Mit Birdies auf den Löchern 10, 12, und 14 setzt er in der zweiten Rundenhälfte seine überzeugende Aufholjagd fort. „Auf den Backnine ist es genial gelaufen – so macht golfen Spaß“, freut sich Brier. „Mit dem Endergebnis bin ich natürlich happy, jetzt geht’s zur Berg- und Talfahrt auf Madeira“, so Brier, der schon nächste Woche auf der zerklüfteten Atlantik-Insel aufteet. 

Am Sonntag scort am Real Club de Golf de Sevilla nur einer tiefer als Markus Brier: Mit 65 (-7) stürmt Francesco Molinari (ITA) an die Spitze des Leaderboards. Bei drei Schlägen Vorsprung im Zieleinlauf lässt der Champion seiner Konkurrenz in den letzten Flights keine Chancen.

 

 

5.5.2012 – ZWISCHENSTAND – 3. Runde

Starkes Score im Wolkenbruch


Bei Dauerregen in der dritten Runde der Open de España, scort Markus Brier 72 (par) und verbessert sich bis auf derzeit Rang 25 und um 15 Positionen. Wegen Blitzgefahr muss Brier zwei Stunden pausieren, bevor er seine letzten beiden Löcher absolvieren kann.

„Viel schlimmer kann das Wetter nicht mehr werden“, schildert Markus Brier nach seinem feuchten Moving Day am Real Club de Golf de Sevilla. Zwei Bogeys auf den Frontnine kann er zwei Birdies in der zweiten Rundenhälfte gegenüberstellen. Während er am Samstag im Regen solide vom Tee die Fairways trifft, tut er sich mit den immer feuchter werdenden Grüns schwer. Brier: „Ich habe am Anfang das Score gut zusammenhalten können und nach dem mühsamen Start, bin ich immer besser vom Tee geworden. Das Putten ist eigentlich nicht das Problem, aber die Bälle beginnen auf den weichen Grüns irsinnig zu spinnen.“

Nach der Parserie zu Beginn, schließt Brier das erste Rundendrittel mit einem schwachen Grünschuss auf Loch 6 (Par 4, 412 m) zum ersten Bogey ab. Ein Dreiputt auf der 9 (Par 5, 498 m) führt zum zweiten Bogey. Nach dem Turn trifft Brier reihenweise Greens in Regulation, doch kann er erst auf der 14 (Par 4, 391 m) sein erstes Birdie stopfen. Der Ball fällt aus vier Metern. Vor der zweistündigen Unterbrechung bringt er sich mit Chip-Putt zum Birdie auf Loch 16 (Par 5, 477 m) wieder zur Parmarke zurück. Nach der unfreiwilligen Pause komplettiert er den Tag mit zwei soliden Pars. „Ich denke die Parrunde war unter den heutigen Bedingungen schon recht gut. Am Nachmittag hat es zu regenen aufgehört, dafür bläst jetzt der Wind und die Grüns sind zertreten – es ist ganz schwierig zu sagen, um wieviele Plätze ich mich verbessert habe“, analysiert Brier als einziger Österreicher im Feld.

Mit sechs gespielten Löchern im letzten Flight liefern sich derzeit Simon Dyson (ENG) und Jorge Campillo (ESP) einen spannenden Kampf um die Pole-Position für die Finalrunde. Auf die Top-Ten fehlen Brier derzeit vier Schläge. Die dritte Runde ist in Gange, die Platzierungen können sich noch deutlich verändern.


4.5.2012 – 2. Runde

Erfolgreicher Kampf um den Cut

Bei weiterhin stürmischen Verhältnissen in der zweiten Runde der Open de España scort Markus Brier 73 (+1) und schafft als 40. den Cut. Mit sechs Bogeys und fünf Birdies verläuft auch der Freitag turbulent.

Von Tee 10 und mit einem Schlag Guthaben auf die Cutmarke in den Tag gegangen, muss Markus Brier am Freitag zwei frühe Schlagverluste hinnehmen. Mit dem Birdie auf Loch 14 kommt er jedoch ins Spiel und arbeitet sich mit zahlreichen weiteren Schlaggewinnen bis in Reichweite der Top-20. Zwei späte Bogeys werfen ihn jedoch wieder zurück, und er geht im dicht gedrängten Feld, aussichtsreich, von Rang 40 in die Wochenend-Partien.

„Es war ein ziemliches Auf und Ab heute. Bei bis zu drei Schlägern Wind kommst du schnell unter Bedrängnis. Zum Glück habe ich ein paar gute Putts gelocht und so ist es sich mit dem Cut noch ausgegangen“, fasst Brier zusammen.
Gute Approaches führen auf Loch 14 (Par 4, 391 m) und Loch 1 (Par 4, 364 m) zu Birdies. Auf der schwierigen 17 (Par 3, 207 m) bringt er im Gegenwind den Abschlag mit dem neuen Hybrid toll aufs Grün und locht aus etwa 8 Meter. „Die Birdies auf 5 und 6 waren im Rückenwind fast Pflicht. Dafür waren die Gegenwind Löcher 7 und 8 extrem hart. Am Par 3 habe ich bei rund 200 Meter zwischen 3er-Holz und Driver überlegt“, schildert Brier das Finish, in dem ihn zwei bittere Bogeys zur Ausgangssituation zurückwerfen.

Weiterhin entscheiden im Real Club de Golf von Sevilla die Vorlagen vom Tee zwischen Sein und Nicht-Sein. Brier: „Wenn du das Fairway misst, ist es im hantigen Rough ein Glücksspiel ob du einen Schuss hast, oder nicht. Im Fairwaybunker gibt’s wenigstens eine klare Lage“, analysiert Brier, der gleich auf seinem ersten Loch (Nr. 10, Par 4, ) den Ball aus dem Sand mit dem 9er-Eisen schön auf das Grün bringt.

Mit einer überzeugenden 66 (-6) übernimmt Gregory Bourdy (FRA) die Führung zur Halbzeit. Dahinter folgen vier Spieler mit einem Schlag Rückstand. Im dicht gedrängten Feld fehlen Brier derzeit drei Schläge auf eine Position in den Top-20. Während für den Moving Day weiterhin Wind und kühle Temperaturen angesagt sind, soll das Wetter zur Finalrunde hin ruhiger werden.

3.5.2012 – 1. Runde – Zwischenstand

Brier in der Waschrumpel

Bei heftigem Wetter in der ersten Runde der Open de España scort Markus Brier 74 (+2) und platziert sich vorerst auf Rang 71. Brier kommt in Wind und Regen am Vormittag  auf sechs Bogeys und vier Birdies.

Extrem unbeständige Spielbedingungen erwartet die Frühen Starter in die erste Runde am Real Club de Golf de Sevilla. Markus Brier kämpft als einziger Österreicher im Feld mit immer wieder einsetzenden Wolkenbrüchen – nur der Sturm mit 3 Schlägern Wind bleibt konstant. „Ich habe mir, glaube ich, sieben Mal die Jacke aus- und wieder angezogen. Es war heute extrem mühsam und es war Schadensbegrenzung angesagt“, schildert Markus Brier, dem das bei sechs Bogeys nur mäßig gelingt.

Gleich auf den ersten Löchern am Donnerstag muss Brier Schlagverluste hinnehmen und bis Loch 8 hat er schon vier Bogeys auf der Scorekarte. Während er alle seiner vier Birdies auf den Par 5 erzielt (Nr. 5, Nr. 9, Nr. 13 und Nr. 16), läuft es auf den Par 3 überhaupt nicht nach Plan: „Die Par 3 haben sich alle gegen den Wind und extrem lang gespielt. Es war ein bischen ein Glückspiel, bei wieviel Regen man an die Reihe gekommen ist. So waren heute ein paar komische Schüsse vom Tee dabei“, erklärt Brier.
Als sich das Wetter auf den Backnine zu beruhigen beginnt, kann er die Fehlerquote senken und absolviert die zweite Rundenhälfte par. Die Schlagverluste auf den Frontnine kann er jedoch nicht mehr ausgleichen. „Am Vormittag waren nur wenige Spieler unter Par. Die Scores am Nachmittag sind davon abhängig, wie sich der Wind entwickelt“, analysiert Brier. Nachdem sich die Regenschauer am Nachmittag abklingen, sind die späteren Starter im Vorteil.

Dementsprechend finden sich weit oben am Leaderboard kaum Spieler aus der ersten Hälfte der Startliste. Die beste Runde am Vormittag absolviert Fracescos Molinari (ITA), der bei -2 derzeit Fünfter ist. Es führt Shaun Micheel (USA) mit -3 nach 11. Markus Brier rangiert bei +2 (T71) derzeit einen Schlag außerhalb der morgigen Cutränge.

 

 

 

2.5.2012 – Vorschau

Brier beim Jubiläumsturnier

Bei der 100. Ausgabe der Open de España feiert die European Tour ihr 40-jähriges Bestehen. Markus Brier hat, mit seiner stetig steigenden Form in den vergangenen Wochen, Anlass zu gesundem Optimismus.

Beim Sieg seines Tourkollegen Bernd Wiesberger, vergangene Woche in Korea,  hat Markus Brier in Österreich pausiert. Er konzentriert sich auf die kommenden zwei Turniere in Sevilla und auf Madeira. Den großen rot-weiß-roten Erfolg hat er über die Presse verfolgt. „Ich freue mich für den Bernd und ziehe meinen Hut! Wenn man, drei Runden lang ohne Bogey unterwegs ist, muss man richtig gutes Golf spielen“, so Brier.

Als einziger Österreicher im Feld der Open España hat Markus Brier das Gefühl, seine steigende Form aus China mit nach Europa mitgebracht zu haben: „Mein Schwung ist schon länger dort, wo ich ihn haben will. Die ersten Schläge auf der Range und die Proberunde waren schwer OK.“

Grund zu vorsichtigem Optimismus geben auch die anstehenden Prüfungen am Real Club de Golf de Sevilla. Der katalanische Traditionsclub, nahe der Millionenstadt, ist in allerbesten Pflegezustand und das Layout kommt Briers Spiel ein wenig entgegen; mit dem Turnierstart am Donnerstag soll der Wind auffrischen: „Wir waren überrascht, wie toll die Grüns sind – sehr schnell und treu. Die Fairways schauen aus, als hätte monatelang niemand darauf gespielt und es hat offensichtlich genug geregnet, denn die Roughs sind sehr, sehr tief.“
Entsprechend kritisch sieht Markus Brier diese Woche die Präzision vom Tee: „Schon im 3. Cut sind die Bälle schwierig zu finden und man braucht gar nicht daran denken, ein 5er-Eisen in die Hand zu nehmen. Man muss die breiten Stellen auf den Fairways suchen und öfters mit dem 3er-Holz eine defensive Variante wählen. Die Länge spielt diese Woche keine große Rolle, außer auf den heftigen Par 3“, analysiert Brier.

Beim 100. Geburtstag der Nationalen Open sind selbstverständlich die Spanier stark vertreten. Im hochkarätigen Feld stehen die Superstars Miguel Angel Jimenez und Alvaro Quiros im Mittelpunkt. Auch José Maria Olazabal ist am Start. HP Bacher hat als 6. Reserve den Sprung ins Starterfeld nicht geschafft.