Volvo China Open
Tinjan Binhai Lake GC
19. bis 22. April
Preisgeld: 3 Mio. $
Titelverteidiger: Nicolas Colsaerts (BEL)
22.4.2012 – 4. Runde
Starkes Finale in China
Markus Brier scort zum Abschluss der Volvo China Open eine weitere tiefe Runde (67, -5) und verbessert sich im Endklassement bis auf derzeit Rang 44. Am Ende stehen zwei hervorragende Tagesscores zum Auftakt und zum Abschluss, zwei weniger guten Runden dazwischen gegenüber.
Bei deutlich einfacheren Bedingungen als an den Turniertagen zuvor kommt Markus Brier am Sonntag auf sechs Birdies bei nur einem Bogey. „Es war sehr angenehm zu spielen, kein Vergleich zu den windigen Runden zuvor. Ich war heute sehr gut vom Tee, das eröffnet gleich einmal viele Möglichkeiten. Dann waren die kurzen Eisen durchwegs auf der Linie. Ich habe viele, viele Fairways und viele, viele Grüns getroffen – darauf lässt sich aufbauen“, freut sich Markus Brier über die erfolgreiche Abschlussrunde im Tianjin Binhai Lake GC nahe Peking.
Brier eröffnet den Tag mit einem gelochten Parsave aus vier Meter auf Loch 1. Danach bringt er die Eisen durchwegs nahe an den Stock und kann verwerten. Auf Loch 2 landet das Gap-Wedge zwei Meter neben der Fahne. Auf Loch 6 bringt er den Approach bis auf 2,5 Meter neben das Ziel. Das Birdie auf der 10 gelingt mit einem hängenden Birdieputt aus 2 Meter und auf Loch 11 ist aus 1,5 Meter nur ein weiterer kurzer Putt zum Birdie notwendig.
Sein einziges Bogey in der erfolgreichen vierten Runde passiert am überlangen Loch 13 (Par 3, 262 m). Mit dem etwas zu starken Grünschuss trifft Brier zwar das Ziel, doch rennt der Ball über das Grün hinaus und einen steilen Abhang hinunter. Was bleibt ist ein schwieriger Retourchip, den er nicht optimal erwischt. Mit einem soliden 9er Eisen ins 15. Grün (Par 4, 357 m) gelingt zum Ausgleich das nächste Birdie und auch am letzten Loch ist Brier erfolgreich: am Par 5 (Nr. 18, 576 m) bringt er den Ball mit dem Gapwedge aus dem Fairwaybunker bis auf 5 Meter zur Fahne und locht zum sechsten Birdie.
21.4.2012 – 3. Runde
Keine Verbesserung am Moving Day
Markus Brier kann auch im dritten Durchgang der Volvo China Open nicht an das Score seiner starke Eröffnungsrunde anschließen. Mit zwei Birdies und zwei Bogeys (72, par) bleibt er auf Rang 58 hängen.
In einem der ersten Flights in der Früh kämpft Markus Brier am Binhai Lake GC in Tianjin mit starkem Wind und eiskalten Temperaturen. Zwei frühen Birdies stehen prompte Bogeys gegenüber. Als das Wetter um den Turn besser wird, spielt er einige schöne Birdiechancen heraus, doch fallen die Putts nicht. „Es war eine komische Runde. Am Anfang habe ich OK gespielt, aber es war wirklich schwierig. Dann habe ich drei, vier gute Chancen herausgespielt, aber es ist nichts gefallen“, analysiert Brier.
Nach einem ersten Schlaggewinn auf Loch 2 (Par 5, 523 m) passiert das Bogey zum Ausgleich unmittelbar darauf. Auf dem langen Par 3 (Nr. 3, 238 m) misst er das Grün und schafft den Parsave nicht. Auf Loch 7 (Par 4, 342 m) spielt er den Approach bis auf drei Meter zum Stock und verwertet. Darauf folgt ein Bogey auf der 10 (Par 4, 342 m), als er aus guter Lage seinen Schuss mit dem 8er-Eisen in den Bunker blockt. „Das war sehr ärgerlich“, kommentiert Brier und fasst seine Situation zusammen: „Nach der ersten Runde hat es natürlich besser ausgeschaut und in der Finalrunde werden wohl keine großen Sprünge mehr möglich sein – jetzt wo sich das Feld schon weit auseinandergezogen hat. Ich werde mir aber keine grauen Haare wachsen lassen und vielleicht komme ich mit einer starken Finalrunde noch ein bischen nach vor.“
Zwei Löcher vor Schluss hat Brandon Grace (RSA), zweimaliger Turniersieger am Anfang der Saison in Südafrika, seinen Vorsprung auf zwei Schläge ausbauen können. Fabricio Zanotti (ARG) und Nicolas Colsaerts (BEL) folgen derzeit bei 14 unter Par. Auf einen Rang in den Top-40 fehlen Brier derzeit vier Schläge.
20.4.2012 – 2. Runde
Absturz am Freitag
Mit sechs Bogeys und 74 (+2) in der zweiten Runde der Volvo China Open bringt sich Markus Brier um seine starke Auftaktrunde und fällt vor dem Wochenende auf Rang 53 zurück.
Von Rang 15 auf Tee 10 in die zweite Runde gestartet, kann Markus Brier erst sein Score gut zusammen halten, bevor ihn schwere Fehler mit den Eisen aus der Bahn werfen. „Es war windig und kalt und ich habe eigentlich nur die ersten sechs Löcher gut gespielt“, schildert Markus Brier nach der nervenaufreibenden Runde am Binhai Lake GC nahe Peking. Das erste von insgesamt vier Birdies am Samstag gelingt auf Loch 12 (Par 5, 526 m) und bis zu den letzten Löcher seiner ersten Neun bleibt er fehlerfrei.
Kritisch für den ganzen Rundenverlauf entwickeln sich die Löcher 17, 18 und 1, wo er mit Fehlern vom Fairway jeweils ein Bogey kassiert. Brier: „Plötzlich habe ich begonnen die Eisen wegzuschießen. Die schlechten Eisenschläge werden im starken Wind doppelt schlimm bestraft.“ Auf Loch 17 und 18 sind es die langen Eisen, während auf Loch 1 der Schuss mit dem Wedge nicht das Ziel findet.
Auf den Frontnine verzeichnet Markus Briers dann wilde Ausschläge auf der Scorkarte: drei Mal folgt unmittelbar auf einen Schlaggewinn das nächste Bogey. „Vom Tee war es großteils in Ordnung – der einzig wirklich schlechte Drive ist auf Loch 6 passiert (Anm.: Par 5, 542 m). In Summe war das zu wenig. Für ein sauberes Ergebnis am Wochenende muss ein Neuanfang her“, analysiert Brier enttäuscht.
Die Führung zur Halbzeit teilen sich Gary Boyd (ENG) und Jean-Baptiste Gonnet (FRA) bei 11 unter Par. Branden Grace (RSA) folgt mit einem Schlag Rückstand auf Rang 3. Markus Brier fehlen bei -2 vier Schläge auf die Top-20.
19.4.2012 – 1. Runde
Tolle Backnine zum Auftakt
Mit 68 (-4) in der ersten Runde der Volvo China Open gelingt Markus Brier ein starker Start in das Turnier, das er 2007 gewinnen konnte. Nach vier von fünf Bridies auf den Backnine rangiert er derzeit auf Rang 11.
Bei kühlen Temperaturen am Morgen braucht Markus Brier einige Löcher, um voll in Fahrt zu kommen. Gleich auf Loch 1 passiert das erste und einzige Bogey. Der Abschlag gerät nur knapp neben dem Fairway in eine unglückliche Lage und Brier muss sich erst quer befreien. „In der Früh war es noch nicht so windig, aber ein bischen kalt. Die ersten fünf Löcher waren durchwachsen.“ In der ersten Runde des 3 Millionen Dollar Turnier haben die Verantwortlichen den Platz deutlich entschärft. Brier: „Auf den langen Par 3 und einigen Par 4 waren die Abschläge kürzer gesteckt – da war es gleich ein bischen humaner.“
Das erste Birdie fällt auf der 7 (Par 4, 342 m), wo er den Approach auf einen Meter zur Fahne bringt. Ein spektakulärer Approach gelingt auf der 9 (Par 4, 443 m): Aus 205 Meter, bei Wind von rechts vorne, faded er den Ball mit dem neuen Hybrid-Eisen aus 205 Meter bis auf 5 Meter spektakulär an die Fahne. In dieser Manier geht es nach dem Turn weiter, als zwei Birdies auf den Löchern 10 (Par 4, 342m ) und 11 (Par 4, 358 m) folgen. „Ich habe kaum ein Fairway gemisst und auf den Backnine – bei zwei Schläger Wind – fast alle Grüns getroffen“, fasst Brier die erfolgreiche zweite Rundenhälfte zusammen. Ohne groß in Gefahr zu kommen spielt Brier Par nach Par. Im Finish kann er auf den letzten drei Löchern zwei weitere Birdies lochen.
Die Bestmarke nach den Vormittagspartien markiert derzeit der Engländer Andrew Baldwin mit 7 unter Par drei Schläger besser als Brier. Bei mehr Wind am Nachmittag und schwierigeren Putt-Bedingungen dürften die Scores der zweiten Hälfte des Feldes schwächer werden. Die erste Runde ist in Gange.
18.4.2012 – Vorschau
Brier in China
Nach dem Trainingsaufenthalt in Malaysien kommt Markus Brier gut vorbereitet zu den hochdotierten Volvo China Open nahe Peking. 2007 feierte er bei diesem Turnier seinen zweiten European Tour Sieg.
Aus dem schwülen Klima von Kualalumpur, nahe am Äquator, ist die European Tour an die windige Chinesische Küste weitergezogen. In Tianjin, die Hafen– und Industriestadt, rund 100 Kilometer von Peking entfernt, finden die Volvo China Open im Tianjin Binhai Lake GC zum ersten Mal statt.
„Nach 5 Tagen Training wartest du nur darauf auf den Platz zu kommen“, freut sich Markus Brier nach der ersten Proberunde. „Es hat sich recht zünftig gespielt – bei zwei Schläger Wind, viel Wasser, vielen Bunkern und kleinen Grüns.“
Der spektakuläre, neue Designer-Kurs liegt auf einer künstlichen Halbinsel. Nicht weniger als 10 Löcher führen direkt am Wasser entlang und der Wind ist nahe am Meer ein ständiger Begleiter – Bedingungen, bei denen sich Brier Wohl fühlt. „Auf einem neuen Platz ist es gar nicht einfach, sich zurecht zu finden“, erklärt er. „Man muss herausfinden, wo man auf gar keinen Fall hinschießen darf – die Fairwaybunker sind gefährlich und es hat viele erhöhte Grüns mit enormen Runoffs.“ Als ehemaliger Champion hat er einen Startplatz im ProAm und kommt damit auf zwei Proberunden.
Mit dabei in Asien sind zwei neue Schläger, die er ausgiebig testen konnte und vielleicht einsetzen wird: „Die Hybriden geben mir mehr Länge und der Ball kommt steiler ins Ziel als bei den langen Eisen. Bei dem Wind diese Woche geht es aber auch darum den Ball flach zu halten und zu manövrieren – wir werden sehen“, schildert Brier, der nach dem Einsatz in China wieder nach Europa zurückkehrt, um für das Turnier in Sevilla fit zu sein.
Bernd Wiesberger verzichtet auf einen Start, HP Bacher ist nicht ins Feld gekommen. Am Start sind einige Spieler, die in Augusta stark aufgespielt haben, etwa Peter Hanson (SWE), Ian Poulter (ENG) oder Francesco Molinari (ITA). Auch Colin Montgomerie (SCO) schlägt bei den Volvo China Open ab.

