Africa Open
East London GC, Eastern Cape, RSA
6. bis 9. Jänner 2011
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Charl Schwartzel (RSA)
9.1.2011 – 4. Runde
Fehlerquote zu hoch
Während dem Turniersieger im Play-off – Luis Oosthuizen (RSA, 70) – drei unter Par zum Sieg reicht, kann Markus Brier mit der Parrunde (73) nicht im Titelkampf mitmischen. Sechs Bogeys in der Finalrunde sind zu viel und er fällt im Gasamtklassement auf Rang 8 (-13) zurück.
Auf den Blitzstart mit drei Birdies auf den ersten drei Löchern folgen vier Schlagverluste alleine auf den Frontnine. Auch in der zweiten Rundenhälfte kann Brier seine Chancen nicht nutzen und streut stattdessen Schlagverluste ein.
„Die drei Birdies zum Beginn waren eher beflügelnd, dann ist es aber abgerissen. Vielleicht war der Grünattacke auf der 6 zu aggressiv“, kommentiert Brier den Ballverlust am kurzen Par 4 (282 m), das er erstmals diese Woche zu erreichen versucht hat, und der zu seinem zweiten Bogey in der Finalrunde führt. Alleine auf den Frontnine sollten vier weitere Schlagverluste folgen. Brier trifft die Grüns nicht mehr ganz so solide wie in den vorangegangenen Runden, und kämpft in Folge mit den Saves.
„Ich habe heute drei richtig schlechte Schüsse gemacht und für die voll bezahlen müssen. Besonders ärgerlich sind natürlich die Dreiputts“, bilanziert Brier. Im Flight mit dem späteren Turniersieger, Oosthuizen, muss er sich nun mit rund 20.000 € Preisgeld zufrieden geben. Der Siegerscheck wäre rund 150.000 € wert gewesen.
„Ein Birdie auf der 11 wäre möglich gewesen und nach dem Dreiputt auf der 14 war die Luft endgültig draußen. Natürlich ist das Ergebnis erst einmal enttäuschend, aber es gibt schlimmeres als eine Top-Ten-Platzierung; auch mein Golf war diese Woche wieder besser, also versuche ich mit positivem Schwung in die nächste Woche zu gehen!“, so Brier.
Der zweite Österreicher im Feld, Bernd Wiesberger, verbessert sich am Finaltag bis auf Rang 44. Im Playoff zwischen Chris Wood (ENG), Manuel Quiros (ESP) und Louis Oosthuizen (RSA) – alle Rangieren nach 72 Löchern bei 16 unter Par – verwandelt der Open-Champion schon am ersten Extraloch (Nr. 18, Par 4, 376 m) zum Birdie und zum Heimsieg.
8.1.2011 – 3. Runde
Aus der Führung ins Finale
Mit 70 (-3) am Samstag behält Markus Brier vor der Finalrunde der Africa Open die Führung. Bei weniger Wind in der dritten Runde verhindert der Putter mehr Birdies und einen deutlichen Vorsprung. Brier spielt am Sonntag im letzten Flight mit dem amtierenden British-Open-Champion und Lokalmatador Luis Oosthuizen (RSA), der wie Brier bei 13 unter Par notiert. Insgesamt 12 Spieler liegen innerhalb dreier Schläge zu den beiden Spitzenreitern.
Mit zwei frühen Birdies, einem Eagle (wie in den Runden zuvor auf Loch 11, Par 5, 482 m) und einem Bogey verkauft sich Markus Brier am Samstag unter dem Wert seines langen Spiels. Zahlreiche Chancen aus mittlerer Distanz bleiben ungenutzt. „Viele, viele Putts hätten heute reingehen können; es war das genaue Gegenteil von gestern. Der Grund ist vielleicht, dass die Fahnen heute seltsam gesteckt waren. Zwar einfach anzuspielen, aber die sanften Breaks waren sehr schwierig zu lesen. Da haben sich viele Spieler schwer getan“, so Brier.
Ein Lichtblick passiert auf Loch 11 (Par 5, 428 m), das Brier in den Runden zuvor schon zwei Mal Eagle gespielt hat. Auch im dritten Durchgang sind nur drei Schläge notwendig, nachdem er dem Ball aggressiv aus etwa 5 Meter versenkt. Den positiven Schwung kann der 42-jährige Wiener allerdings im Finish nicht nutzen, um sich vom Feld abzusetzen. Als am Nachmittag der Wind auffrischt ist auf Loch 16 (Par 4, 292 m) sein einziges Bogey zu beklagen. „Zum Schluss ist eine leichte Briese aufgekommen und die hat hat zu drehen begonnen - sehr tricky“, erklärt der Führende.
„Morgen wird die Hölle los sein, aber das krieg ich schon hin“, kommentiert Brier das delikate Setup im letzten Flight mit Luis Oosthuizen. Bernd Wiesberger (AUT) verbessert sich mit 71 (-2) auf Rang 51 (-2). Brier-Foundation-Spieler Alex Haindl (RSA) stürzt mit Fehlern auf den Frontnine auf Rang 55 (-1) ab.
7.1.2011 – 2. Runde
Als Führender ins Wochenende
Mit fabelhafter Puttleistung und 66 Schlägen (7 unter Par bei acht Birdies, einem Eagle und drei Bogeys) verbessert sich Markus Brier in der zweiten Runde der Africa Open von Rang 25 bis an die Spitze.
„7 unter habe ich schon lange nicht mehr gespielt! Ich glaube letztes Jahr in München, waren es zwei Mal 67“, freut sich Markus Brier über seine außergewöhnliche Golfrunde am Freitag. „Das lange Spiel war wieder ganz solide, aber auf den Grüns habe ich heute wirklich jede Birdiechance nutzen können. Die drei Bogeys sind mit schwächeren Drives passiert“, fasst er sein Spiel bei rekordverdächtigen 24 Putts zusammen.
Von Loch 9 (Par 4, 425 m) in den Tag gegangen ist erst ein Bogey zu verdauen, bevor auf Loch 11 (Par 5 482 m) wie am Vortag ein Eagle gelingt, und er auf Loch 12 (Par 4, 392 m) das erste von insgesamt acht Birdies folgen lässt. „Der Putt auf der 12 aus 10 Meter war der weiteste heute und wichtig für den Tag. Da habe ich gespürt, dass es richtig gut laufen kann und auf 15 und 16 dann scoren können. Stark waren auch die drei Birdies zum Schluss“, so Brier, der im weiteren Rundenverlauf zwar noch zwei weitere Bogeys einstraut, aber mit insgesamt fünf Schlaggewinnen auf den Backnine das beste Score des Tages (bisher!) fixiert.
„Wir haben gehofft, dass es in der Früh weniger bläst, aber eigentlich war es ab dem zweiten Loch richtig pfiffig. Es hat noch mehr geblasen als gestern und bis zu drei Schläger Wind gehabt. Bei deutlich weniger Spikemarken in der Früh, waren die Grüns einfacher zu spielen“, berichtet Brier von den anspruchsvollen Verhältnissen im East London GC, was auch sein Einstandsscore von gestern (70, -3) ins rechte Licht rückt.
Brier teilt sich die Führung bei 10 unter Par mit Branden Grace (RSA) und Miles Tunnicliff (ENG). Titelverteidiger Charl Schwartzel (RSA) und Open-Champ Luis Oosthuizen (RSA) – beide in den Top-10 im Race to Dubai – sind in die Top-Ten vorgerückt. Der zweite Österreicher im Feld – Bernd Wiesberger – schafft nach einer weiteren Parrunde als 61. gerade noch den Cut.
6.1.2011 – 1. Runde
Erfreulicher Einstand
Markus Brier eröffnet die Africa Open im East London GC in Südafrika mit 70 (-3) und platziert sich mit zwei Birdies, einem Bogey und einem Eagle auf Rang 25. Bei erwartet starkem Wind profitiert Brier von seinem stabilen Ballstriking – allerdings scort auch die Konkurrenz tief.
„Wir haben den ganzen Tag zwei Schläger Wind gehabt – meistens Gegen- oder Rückenwind. Eigentlich überraschend, dass die Scores so tief sind“, schildert Brier die Verhältnisse in der ersten Runde im neuen Jahr.
„Mein langes Spiel war absolut in Ordnung – ich habe viele Fairways und Grüns getroffen. Ich habe dann ein paar Putts ausgelassen aber auch einige lange versenken können und auch einmal eingechippt – so hat sich das ausgeglichen“, fasst Brier sein Spiel zusammen.
Mit Birdie-Par-Birdie auf den ersten drei Löchern gelingt nach der Weihnachtspause ein toller Einstieg ins Turniergeschehen. Es folgt eine lange erste Parserie, die erst mit dem einzigen Bogey nach Dreiputt (Loch 10, Par 3, 166 m) unterbrochen wird. Brier kontert am rückenwindigen Loch 11 (Par 5, 482 m) mit einem Chip-in zum Eagle. „Auf diesen Loch waren heute nur Drive – 8er-Eisen notwendig“, erklärt der Fontana-Pro die ungewöhnliche Schlägerwahl im Rückenwind.
Nach vertanen Chancen und guten Saves sind für den Rest der Runde wiederum nur Pars zu verzeichnen. „Schade – auf den letzten drei Löchern wäre aus jeweils rund drei Meter noch Birdies möglich gewesen“, so Brier, der kurz vor Einbruch der Dunkelheit sein Tageswerk beendet und berechtigterweise optimistisch in die zweite Runde blickt.
Der zweite Österreicher im Feld – Bernd Wiesberger – erwischt den Einstand mit zwei Bogeys und zwei Pars zur Parrunde (73 Schläge) weniger gut und geht als 75. in die zweite Runde. Brier-Foundation-Spieler Alex Haindl (RSA) scort wie sein Mentor 70 (-3) und unterstreicht ein weiteres Mal seine starke Form. 70 (-3) scoren auch Open-Champ Louis Oosthuizen (RSA) und Titelverteidiger Charl Schwartzel (RSA). In Führung liegt der Südafrikaner Brandon Pieters (RSA), der beeindruckende 66 (-7) ins Clubhaus bringt.
5.1.2011 - Vorschau
Im neuen Jahr in Afrika
„Vor drei Tagen war ich noch am Berg, Skifahren und jetzt steh ich am Golfplatz – das ist schon außergewöhnlich“, schildert Markus Brier den forschen Wechsel von seinem traditionellen Familienurlaub in Österreich zurück ins Turniergeschehen nach Südafrika.
Am Programm stehen diese Woche die Africa Open, die im East London GC an der süd-östlichen Küste Südafrikas ausgetragen werden. Es ist das dritte Turnier des Südafrika-Gastspieles der European Tour, das mit den Joburg Open nächste Woche seinen Abschluß finden wird.
„Wir spielen wieder einen kürzeren Platz, direkt an der Küste, bei dem der Wind eine große Rolle spielen wird. Mit starken Höhenunterschieden und einigen trickreichen Par 4 spielt es sich ganz ähnlich wie in Durban. Besonders viel Driver werden wir nicht schlagen“, so Brier, der seine erste Proberunde voraussichtlich mit dem österreichischen Tourkollegen Bernd Wiesberger und dem erfolgreichen Markus-Brier-Foundation-Spieler Alex Haindl spielen wird. Haindl ist nach Rang 6 bei den Alfred Dunhill Championship im Dezember und insgesamt 6 Top-Ten-Ergebnissen derzeit 11. in der Rangliste der Sunshine Tour.
Vor dem hochdotierten Desert-Swing im Jänner in Arabien stellt sich für Brier die Frage, an welchen der kommenden Turnieren er teilnehmen dürfte. „Wie erwartet ist die Planung auf Grund meiner schwächeren Mitgliedskategorie heuer deutlich kurzfristiger. Wir haben einige Anfragen ausgeschickt, wobei es für Quatar am besten aussieht. Das erste Turnier in Arabien, in Abu Dhabi, werde ich voraussichtlich nicht spielen“, erklärt Brier seinen Turnierkalender.

