Austrian GolfOpen pres. by Lyoness
Diamond CC, Atzenbrugg
22. bis 25. September
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: José Manuel Lara (ESP)
23.9.2011 – Runde 2
Zwei Schläge aus dem Cut
Mit 74/74 (+4) verpasst Markus Brier auf Rang 78 um einen Schlag die Preisgeldränge bei den Austrian GolfOpen im Diamond CC. In der zweiten Runde bleiben scheinbar sichere Birdiechancen ungenützt, und bei vier Bogeys ist die Fehlerquote weiterhin zu hoch.
„Gleich am ersten Loch habe ich den Abschlag weggeschossen. So war ich gleich von Anfang an ziemlich verkrampft. Dann hat der notwendige Push gefehlt – das eine oder andere Birdie hätte fallen müssen“, schildert Brier nach der Runde.
Nach dem Bogey auf der 10 (Par 5, 463 m) passiert ein weiterer Schlagverlust auf Loch 14 (Par 4, 340 m) – aus unter einem Meter gelingt der Parsave nicht. Nach einer Parserie landet der Abschlag auf Loch 2 (Par 4, 400 m) nahe an einem Baumstumpf, sodass Brier sich erst befreien muss. Eine von mehreren guten Birdiechancen misst er aus kurzer Distanz auf Loch 3. Wie im 1. Durchgang gelingt auf Loch 7 ein Birdie.
Dank einer Einladung ist Markus Brier nächste Woche im Feld der mit 5 Millionen Dollar dotierten Alfred Dunhill Links Championship vertreten; auch für das Turnier in Madrid schaut es mit einem Startplatz nicht schlecht aus. Derzeit rangiert Markus Brier mit 206.453 Euro als 108. im Race to Dubai - zum Erhalt der Spielberechtigung muss er in etwa unter den 115 besten Spielern rangieren. „Ein starkes Ergebnis muss zum Erhalt der Tourkarte wohl noch her! Unter 240.000 Euro fühle ich mich nicht wohl“, analysiert Brier.
Bestplatzierter Österreicher zur Halbzeit in Atzenbrugg ist – wie im Vorjahr – Amateur Matthias Schwab auf Rang 5. Auch Jürgen Maurer und Bernd Wiesberger haben als 12. noch Chancen am Titelkampf teilzuhaben.
22.9.2011 – Runde 1
Bogeys überwiegen
Mit fünf Bogeys scort Markus Brier in der windigen Auftaktrunde der Austrian GolfOpen pres. by Lyoness 74 (+2). Er geht von Rang 68 mit einem Schlag Rückstand auf die derzeitigen Cutränge in den zweiten Durchgang im Diamond Country Club.
„Schad´ d´rum – ab auf´s Puttinggrün!“, geht Markus Brier nach der Runde selbstkritisch und direkt mit sich ins Gericht. Einerseits passieren dem Österreicher am Donnerstag kostbare Fehler bei den Approaches, andererseits lässt er zu viele Schläge auf den Grüns liegen. Zwei der insgesamt fünf Bogeys passieren mit Ausrutschern in die allgegenwärtigen Wasserhindernisse (Loch 11 und Loch 13) „Ich habe mir die Schläge vorstellen können, also habe ich attackiert“, so Brier. „Vom Ballkontakt her, war die Runde nämlich nicht so schlimm, vom Frust her leider schon.“
Dabei startet der 42-jährige Wiener mit zwei Birdies auf den ersten beiden Löchern traumhaft in sein Heimturnier. Dem direkt darauffolgenden Bogey auf Loch 3 steht ein Birdie auf der 7 gegenüber. Brier: „Ich habe ziemlich bald mit dem Putter das Gefühl verloren. Vielleicht habe ich nach den beiden frühen Birdies zu viel gewollt.“
In der zweiten Rundenhälfte bleiben die Schlaggewinne aus und es geraten vier Bogeys auf die Scorekarte. „ Im starken, böigen Wind heute war es nicht einfach zu spielen, und manchmal verschätzt man sich. Morgen heißt es wieder: Fehler vermeiden.“
Bei einer starken Gesamt-Performance der Österreicher – fünf heimische Pros übernachten in den derzeitigen Cuträngen – rangiert Brier nur einen Schlag außerhalb der derzeitigen Preisgeldränge. Bestplatzierter Österreicher ist Bernd Wiesberger, der sich mit 70 (-2) auf Rang 10 platziert. Die Führung zum Auftakt hat Liam Bond aus Wales inne. Er beendet seine 66 (-6) mit vier Schlaggewinnen auf den letzten fünf Löchern.
21.9.2011 – Vorschau
Vorfreude auf das Heimspiel
Markus Brier startet dieses Wochenende – als einer von zahlreichen heimischen Pros und Amateuren – beim Gastspiel der European Tour in Österreich. Im Diamond Country Club in Atzenbrugg werden 1 Million Euro ausgespielt, und die Chancen auf ein österreischischen Top-Ergebnis stehen gut.
Nach phasenweise tollem Golf beim vorangegangenen Turnier – den komplett verregneten KLM Open – gilt es für Markus Brier vor allem die Fehlerquote zu senken. „Viele Teile meines Spieles waren in Holland schwer in Ordnung; vor allem die langen Schüsse in die Grüns haben gepasst. Ich habe letzte Woche viel trainiert und fühle mich gut“, freut sich der 42-jährige Österreicher auf den Start bei den Austrian GolfOpen presented by Lyoness in Atzenbrugg.
Die 21. Ausgabe des Turnieres wird heuer zum zweiten Mal im Diamond CC ausgetragen, dem Heimatkurs von Markus Brier. Ein Platz den er um einiges besser kennt, als ein Großteil des Feldes: „Hier ist es besonders wichtig, den Ball unter Kontrolle zu halten. Bei den vielen Wasserhindernissen gibt es schwierige Teeschüsse und die Fairways sind teilweise sehr eng. Wenn der Wind kommt, wird es besonders spannend.“ Auch auf den extrem schnellen Puttoberflächen fühlt er sich wohl: „Je schneller die Grüns sind, desto diffiziler wird die Sache und da habe ich sicherlich einen Vorteil“, so Brier.
Im Gegensatz zu seinen österreichischen European-Tour-Kollegen – Martin Wiegele und Bernd Wiesberger – hat Brier als derzeit 108. im Race to Dubai seine Tourkarte für 2012 noch nicht im Bag. Ein gutes Ergebnis beim Heimturnier wäre vor den letzten Events der Saison besonders wichtig. Vorerst gilt es aber den Rummel um seine Person möglichst gelassen zu absolvieren: „Das Tourfeeling zu Hause ist jedes Jahr etwas besonders. Bei späten Teetimes kann ich sogar daheim schlafen. Bei aller Aufregung ist es für mich besonders wichtig, möglichst schnell den normalen Turnierrhythmus zu finden“, erklärt Brier.
Markus Brier startet am Donnerstag um 12 Uhr 40 mit Raphal Carbrera-Bello (ESP) und Oliver Wilson (ENG) von Tee 1. Mit Padraig Harrington (IRL), John Daly (USA) und Miguel Angel Jimenez (ESP) ist das Turnier spektakulär besetzt. Auch von den zahlreichen gemeldeten Austro-Pros und ÖGV-Amateuren ist in einem der besten Jahren des österreichischen Golfsports einiges zu erwarten!

