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The Barclays Scottish Open

Castle Stuart Golf Links
7. bis 10. Juli
Preisgeld: 3 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Edoardo Molinari (ITA)

 

 

10.7.2011 - Finalrunde

Erfolgserlebnis ausgeblieben

Mit drei Bogeys bei scoring-freundlichen Bedingungen in der Finalrunde der Barclays Scottish Open kann Markus Brier nicht um die wertvollen Preisgeldschecks mitspielen. Mit 71 Schlägen (-1) fällt er auf derzeit Rang 42 (-9) zurück. Martin Wiegele erreicht Rang 3!

Nach schweren Regenfällen in den schottischen Highlands wurde das Turnier auf drei Runden verkürzt. Die Finalrunde am Sonntag fand bei freundlichen Verhältnissen statt.
Mit drei Schlägen Rückstand auf die Führenden in die Finalrunde gegangen, bringen drei frühe Birdies Brier schnell in die wertvollen Spitzenränge. Doch seine Fehlerquote ist am Sonntag einerseits auf den Par 5 zu hoch, andererseits lässt er einige gute Birdiechancen um den Turn ungenutzt. Brier: „Mein Rezept ist nicht zu viel über die schwache Runde nachzudenken und mich über die kommenden Aufgaben zu freuen. Bei -1 kann man bei diesen Verhältnissen einfach nicht vorne mitspielen – aber das kann passieren.“

Nach einem Birdie am Eröffnungsloch passiert auf der 2 (Par 5, 507 m) das erste Bogey. „Bis auf die Par 5 war mein Spiel ganz OK. Ich habe zwei mal das Grün attackiert, nicht getroffen und richtig schwierige Lagen ausgefasst, und dann auf der 12 aus 5 Meter einen Dreiputt fabriziert“, so Brier, der alle seiner drei Bogeys auf den langen Löchern hinnehmen muss. So werden die Birdies auf den Löchern 3 und 4 durch die misslungen Par 5 aufgezehrt. „In der Mitte der Runde war ich dann richtig nahe an der Fahne, aber da hat der Putter nicht mehr funktioniert“, schildert Brier weiter. Trotz der enttäuschenden Finalrunde kann er sich doch über einen besonderen Schlag freuen: „Mein Schuss des Tages war am kurzen Par 4, der 3. Da habe ich ihn heute endlich auf das Grün gebracht, und aus 5 Meter einen Eagle Putt gehabt.“

Mit einer sensationellen 65 (-7) erreicht Martin Wiegele Rang 3, und darf sich im stark besetzten Turnier über einen besonders hohen Preisgeldscheck freuen. Brier: „Ich habe Martin kurz getroffen und ihm zu seiner Runde und dem Ergebnis gratuliert; der freut sich natürlich sehr.“ Sieger am Castle Stuart Golf Links wird der Weltranglisten Führende Luke Donald (ENG), der sich im Finish noch vier Schläge vom Zweitplatzierten Fredrik Anderson-Hed (SWE) absetzen kann. Markus Brier startet nächste Woche bei den British Open im Royal St. George´s GC.

 

 

8.7.2011 - Runde 2

Weiterhin im Spitzenfeld

Markus Brier bringt mit fünf Birdies auch in Runde 2 der Barclays Scottish Open eine 68 (-4) ins Clubhaus und verbessert sich bei -8 vorerst bis in die Top-Ten.

Von Loch 10 startet Markus Brier am Freitag bei relativ wenig Wind in die einfacheren Backnine. Den Vorteil kann der 43-jährige Wiener aber nicht optimal nutzen. „Auf den ersten Löchern war deutlich weniger Wind, aber auch da musst du dir die Birdies erst einmal auflegen. Meine Wedges waren in der Früh nicht nah genug an der Fahne“, so Brier. Mit einem gelochten Putt aus 4 Meter auf Loch 14 (Par 4, 353 m) und erreichtem Grün am rückenwindigen Finishing Hole (Par 5, 555 m) kommt er doch unter Par und bleibt vorerst bogeyfrei. „Mein Spiel war sehr solide heute, ich habe nur ein Grün verfehlt, mich auch vom Tee sehr sicher gefühlt und nicht viel falsch gemacht“, lautet seine Analyse zum Tag.

Nach dem kurzen Putt zum nächsten Birdie auf Loch 1 (Par 4, 401 m) lässt er, wie in der Auftaktrunde, auf den Löchern 2 und 3 wertvolle Zähler liegen. Das Par am rückenwindigen Par 5 ist zumindest suboptimal; das Bogey am kurzen 3er (Par 4, 280 m) dagegen ein harter Schlag. „Diese beiden Löcher laufen noch nicht so gut; das muss ich mir noch einmal anschaun, dafür ist es danach wieder besser gegangen“, wägt Brier seine Performance ab. Auch wenn auf manchen Löchern ein tieferes Score vielleicht möglich gewesen wäre, kann er mit der zweiten 68 nicht unzufrieden sein. Birdies auf den Löchern 4 und 6 komplettieren den starken 2. Durchgang beim hochdotierten Eliteturnier in den Highlands.

Scott Jamieson (SCO) und Greame McDowell (NIR) stürmen am Vormittag auf 11 unter Par und markieren gemeinsam mit Peter Whiteford (SCO) die derzeitige Spitzenposition. Bei deutlich mehr Wind am Nachmittag, haben es die späten Starter schwer, an die Scores der Konkurrenz heranzureichen.
Markus Brier fehlen auf die neuen Spitzenreiter weiterhin nur drei Schläge. Martin Wiegele müht sich nach frühem Doppelbogey im Kampf gegen die Cutmarke; Bernd Wiesberger kann sich aus aussichtsloser Position nicht mehr verbessern. Die zweite Runde ist in Gange, Briers Start ins Wochenende zumindest von Rang 15 scheint sicher.

 

 

7.7.2011 - Runde 1

6 unter auf 7 Löchern!

Mit einem fantastischen Finish in der ersten Runde der Barclays Scottish Open bügelt Markus Brier seine zwei Bogeys der Frontnine aus und geht nach 68 Schlägen (4 unter Par) als 19. in die zweite Runde.

Während es am Donnerstag in der ersten Rundenhälfte mäßig über den neu gebauten Linkskurs geht, zündet Markus Brier auf den letzten Löchern ein seltenes Birdie-Feuerwerk. Mit Eagle auf der 12, und Birdies auf den Löchern 14, 15, 16 und 18 dreht er sein Score noch einmal deutlich unter Par und schafft sich ein weiteres Mal eine starke Ausgangsposition für die nächsten Tage. „Der Eagle hat weitergeholfen, die depressive Stimmung im Flight aufzulockern. Ab dann ist es richtig gut gegangen und ich habe die Bälle reihenweise an die Fahne geschossen“, schildert Brier entspannt.

„Mein Spiel war auch auf den Frontnine nicht schlecht, es waren aber zu wenige Birdiechancen dabei“, so Brier, der ein frühes Bogey auf der 2 (Par 5, 507 m) hinnehmen muss, nachdem er mit dem zweiten Schuss nah an einen Busch kommt und sich quer befreien muss. Auch das Bogey auf der 9 (Par 4, 333 m) passiert mit unglücklichem Bounce auf den steinharten Fairways.

Auf Loch 12 (Par 5, 485 m) schließlich der Befreiungsschlag: mit Driver, 3er-Holz und 7-Meter-Putt gelingt ein Eagle. Für die vier Schlaggewinne auf den folgenden fünf Löchern sind nur mehr Birdieputts aus unter 2 Meter notwendig. 30 (-6) markiert jedenfalls Briers tiefstes Score für 9 Löcher seit langem.

Die Führung teilen sich der Weltranglisten-Erster Lee Westwood (ENG) und Mark Tullo aus Chile bei 7 unter Par. Bei dicht gedrängtem Feld rangiert Brier nur zwei Schläge außerhalb der Top-3! Martin Wiegele (T30) eröffnet mit 69 (-3) ebenfalls erfolgreich; Bernd Wiesberger kommt über 78 (+6) nicht hinaus und muss – aussichtslos – Rang 151 akzeptieren.

 

 

6.7.2011 - Vorschau

Linksgolf zur Vorbereitung

Eine Woche vor den British Open – Brier ist über das erfolgreiche Final Qualifying beim dritten Major nächste Woche dabei – teet die European Tour traditionell zu den Barclays Scottish Open auf.

Erstmalig findet das 3-Millionen-Pfund-Turnier heuer am Castle Stuart Golf Links statt; rund 150 Kilometer nördlich von St. Andrews bei Inverness. Brier: „Wir spielen auf einem ganz neuen Linkskurs mit einigen lustigen Bunkern und tricky Grüns. Die Fairways sind relativ breit, außer auf den 6 Löchern, die direkt am Meer liegen. Es ist die perfekte Vorbereitung auf die British Open – ich habe ohnehin nie verstanden, warum die Scottish Open fünf Jahre lang in Loch Lomond ausgetragen wurden.“

Nach der starken Performance in den ersten beiden Runden der BMW International Open im GC München Eichenried, geht der Österreicher auf Rang 90 in der Rangliste voll Spielfreude in die kommenden beiden Wochen: „Es gilt den Ball tief unter dem Wind zu halten, und im langen Spiel – auch in die Grüns – muss man sich genau überlegen wo er aufkommen soll. Die richtige Linie zu finden und die richtige Kurve zu spielen, das gelingt mir ganz gut und dieses Spiel mag ich“, so Brier, der durchaus als kontinentaleuropäischer Links-Spezialist durchgeht.  

Mit 9 Major-Siegern, 23 Rydercup-Spielern und 96 European-Tour Champions ist schon das Turnier in der Vorwoche der British Open ein Get-Together der globalen Golf-Elite. So sind diese Woche auch Luke Donald (ENG) und Lee Westwood (ENG) – in dieser Reihenfolge die Führenden in der Weltrangliste – am Start.