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The 140th Open Championship

Royal St. George´s GC, Kent
14. bis 17. Juli
Preisgeld: 5 Mio. Pfund
Titelverteidiger: Louis Oosthuizen (RSA)

 

15.7.2011 - Runde 2

Brier scheitert am Cut

Markus Brier scort in der zweiten Runde der British Open 80 (+10) und kann sich damit von den letzten Rängen am Leaderboard nicht verbessern.

„Mein Spiel war auch heute nicht scharf genug, aber es war nicht mehr viel zu holen“, kommentiert Markus Brier seine zweite schwache Runde im Royal St. George´s GC. Mit einem Birdie, sieben Bogeys und zwei Doppelbogeys besteht für den einzigen Österreicher im Feld von Anfang an keine Chance, die Cutränge noch zu erreichen. Bogeys auf den Löchern 2 und 3 geben die Richtung vor. Zwar gelingt wie in der ersten Runde auf Loch 7 ein Birdie, doch folgen darauf wiederum Bogeys in Serie. Im Finish muss Brier wieder zwei Doppelbogeys hinnehmen, was sein Score in ungewohnte Dimensionen befördert.

„Im Nachhinein bleibt leider nicht viel Positives von diesen Open über. In der ersten Runde war das kurze Spiel nicht scharf genug; und wenn du auf diesem Kurs nicht 100 Prozent auf Zack bist, geht es sich am Ende einfach nicht aus“, so Brier; und weiter:  „Ob du mit drei oder vier Schlägen am Cut scheiterst macht keinen Unterschied.“

Darren Clarke (NIR) und Lucas Glover (USA) übernehmen am Freitag Abend die Fürhung bei 4 unter Par. Thomas Bjorn (DEN), der Leader nach dem ersten Tag, rutscht mit 72 (+2) auf derzeit Rang 3 zurück. Markus Brier startet nächste Woche auf der European Tour in Schweden zu den Nordea Masters am Bro Hof Slott GC.

 

14.7.2011 - Runde 1

Worst Case in St. George´s

Enttäuschende Auftaktrunde für Markus Brier bei den British Open. Mit zwei Doppelbogeys im Finish kommt der einzige Österreicher im Elitefeld auf 77 Schläge (7 über Par) und positioniert sich am Ende des Leaderboards (derzeit Rang 89).

„Mein Spiel war sehr mühsam heute; natürlich war es windig und schwierig den Ball zu kontrollieren, aber das Hauptproblem war die Distanzkontrolle auf den Grüns“, lautet Briers Analyse zu seiner schwachen Eröffnungsrunde bei seinem 6. Open-Einsatz. Mit insgesamt zwei Doppelbogeys, vier Bogeys und einem Birdie stehen seine Chancen nun schlecht, den Cut beim 5-Millionen-Pfund-Turnier, noch zu schaffen.

Das erste Bogey kassiert Brier mit einem Dreiputt auf Loch 4; und die Probleme am Grün sollten sich den ganzen Tag über fortsetzen. „Vor allem bei den langen Putts habe ich mir schwer getan, obwohl das in der Proberunde noch gut funktioniert hat. Ich habe sie zu oft viel zu lang oder viel zu kurz gelassen“, schildert Brier selbstkritisch. Das folgende Bogey auf der 6 bessert er mit einem Birdie auf Loch 7 (Par 5, 564 yds) aus. Brier: „Bis zur 12 habe ich mein Spiel noch halbwegs zusammenhalten können; mit schwächeren Abschlägen ist es dann schlimmer geworden.“
Drives ins Rough und in die Fairwaybunker sorgen für Bogeys auf den Löchern 12 und 13. Auch auf Loch 15 (Par 4, 496 yds) gerät der Abschlag in den Sand, und mit einem weiteren Dreiputt ist das erste Doppelbogey fixiert. Auch am Finishing Hole bleibt Brier mit 6 Strokes zwei Schläge über Par.

Thomas Bjorn (DEN) scort mit sieben Birdies und 65 (-5) das beste Ergebnis der Vormittagspartien. Der routinierte Däne war als erste Reserve ins Feld gekommen und hat eine besondere Beziehung zum Platz: Bei den letzen Open hier, 2003, verspielte er seinen damals möglichen Open Sieg mit drei Versuchen aus einem Grünbunker.   

 

 

13.7.2011 - Vorschau

Optimistisch ins Major

Markus Brier bestreitet diese Woche seine sechsten British Open. Zum dritten Major im Jahr, heuer im Royal St. George´s GC an der Kanalküste östlich von London, teen die besten Golfer der Welt auf – und Brier darf sich als Links-Liebhaber realistische Chancen auf ein tolles Ergebnis ausrechnen.

Nach der Proberunde geht Markus Brier optimistisch ins 5-Millionen-Pfund-Turnier: „Das wird eine harte Geschichte, und die Amerikaner spielen so etwas nie. Da haben wir Europäer sicher einen Vorteil“, kommentiert der 91. im Race to Dubai die extrem fordernden Platzverhältnisse. Für die gesamte Turnierwoche sind windige Verhältnisse vorhergesagt – Briers Spezialgebiet.

Außergewöhnlich euphorisch schildert er seine Eindrücke vom flachen Platz direkt am Meer: „Am einfachsten sind noch die Abschläge – die Roughs sind nicht so schlimm – aber von leicht kann man keinesfalls reden. Von den stark ondulierten Fairways ist alles, was länger als ein 7er-Eisen ist, sehr schwierig am Grün zu halten; das Chippen und Putten wird also das Turnier entscheiden. Die Grüns sind zwar schön groß, aber durch die Wellen ergeben sich kleine Ziele.“
2003 teete der 43-jährige Wiener schon einmal bei den Open am Royal St. George´s GC auf und belegte mit Scores von 76/71/74/74, 295 (+11) Rang 46; seine beste Platzierung bei einem Major erreichte er 2007, als er bei den Open Championship in Carnoustie 12ter wurde.
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen die Löcher 4 (454 m) und 15 (451 m), beides überlange Par 4, die – wie alle Bahnen – von zum Teil extrem tiefen Bunkern übersät sind. Trotzdem: „Ich denke die Länge ist gar nicht so entscheidend, die Löcher mit Seitenwind sind viel komplizierter zu spielen als die langen Bahnen mit dem Wind“, erklärt Brier. Im Starterfeld sind alle aktiven Größen der Golfwelt vertreten, nur Tiger Woods nicht – der kämpft weiterhin mit Knieproblemen und, nach zahlreichen sportlichen Enttäuschungen, um sein Comeback. Brier startet am Donnerstag um 6 Uhr 52 Ortszeit im Flight mit Gregory Havret (FRA) und Charly Hoffmann (USA)