Iberdrola Open
Pula GC, Son Servera, Mallorca
12. bis 15. Mai
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Peter Hanson (SWE)
15.5.2011 - Runde 4
Kampf im Wind
Bei extrem starkem Wind in der Finalrunde der Iberdrola Open am Pula GC, scort Markus Brier 74 (+4) und verbessert sich auf Rang 41. Briers hervorragendes Spiel auf den Frontnine wird durch Kurzspiel-Schwächen im Finish überschattet.
Einmal noch stellt der Olazabal-Kurs auf Mallorca die Spieler der European Tour auf eine ernsthafte Probe. Das ohnehin schwierige Layout wird heute durch eine steife Briese erschwert. „Es war irre windig heute und sehr, sehr schwierig zu spielen. Das ist mir auf den Frontnine gut gelungen und ich habe Spaß mit meinem Golf gehabt“, schildert Markus Brier, der bis Loch 10 mit zwei Birdies und ohne Schlagverlust einige Plätze gut machen kann. Brier: „Auf den Backnine ist nichts wirklich Tragisches passiert. Die Fehler sind mit einem ungünstigen Bounce und verpassten Up-and-downs gekommen.“
Die beiden Birdies gelingen auf den Löchern 4 (Par 4, 363 m) und 10 (Par 5, 522 m). Zuerst kann er einen langen Putt versenken; am rückenwindigen Par 5 erreicht er das Grün mit drei Versuchen. Brier: „Ich war Anfangs nicht weit weg von den Fahnen und habe auch die Up-and-downs sicher machen können; das Spiel im Wind hat super funktioniert“.
Doch wie in den Runden zuvor, lassen Schlagverluste nach den erfreulichen Abschnitten nicht auf sich warten. Auf Loch 11 hat Brier knapp im Rough keine saubere Lage und das Doppelbogey auf Loch 13 (Par 3, 163 m) passiert nachdem der Ball das Grün verfehlt und ungünstig verspringt. „Man musste dem Ball heute dauernd Kurven mitgeben, dabei macht sich aber schon der kleinste Fehler bemerkbar. Der Ball auf der 13 war leicht angedrawt, aber nachdem der Wind ihn erwischt hat, ist er statt 5 Meter plötzlich 20 Meter neben dem Ziel gelandet.“ Weitere wertvolle Positionen verliert Brier mit Bogeys auf den Löchern 15, 16 und 17, wo nach langen Eisen ins Ziel die Chips nicht scharf genug sind, um die Pars zu retten.
In der dramatischen Entscheidung um den Sieg, behält Routinier Darren Carlke (NIR) die Oberhand und setzt sich mit drei Schlägen Vorsprung auf David Lynn (ENG) und Chris Wood (ENG) durch. Der junge Langzeitleader Wood kann mit 76 (+6) am Finaltag seinen enormen Vorsprung nicht ins Ziel retten. Martin Wiegele (T41, +9) und Bernd Wiesberger (T51, +12) fallen am Sonntag zurück. Markus Brier ist schon unterwegs zum nächsten Turnier, den Madeira Open, die nächste Woche auf Porto Santo über die Bühne gehen.
14.5.2011 - Runde 3
Keine Verbesserung am Moving Day
Mit 72 (+2) in der dritten Runde der Iberdrola Open auf Mallorca kann sich Markus Brier nicht verbessern und rangiert derzeit auf Rang 56 (+5). Neben zwei Birdies und zwei Bogeys landet auch ein Doppelbogey auf der Scorekarte.
Wie in den vorangegangenen Durchgängen kann Markus Brier auch am Samstag die starken Phasen seines Spiels nicht nutzen, um Birdies zu sammeln. Auch in der dritten Runde passieren unter unglücklichen Umständen kostbare Schlagverluste die sein Ergebnis in die Höhe treiben. „Ich kann sagen, dass mein Score nach wie vor nicht mit meinem Spiel zusammenpasst; die Ballkontrolle ist eigentlich in Ordnung“, analysiert Brier nach der Runde.
Das erste Bogey passiert auf Loch 2 (Par 3, 161 m) wo er nach verfehltem Grün den schwierigen Chip nicht direkt zur Fahne spielen kann. Brier: „Ohne Wind konnte ich mir in der Früh einige Birdiechancen auflegen.“ Nachdem machbare Putts auf den Löchern 3 und 6 nicht fallen, stopft er einen 8-Meter-Putt auf der 7 (Par 4, 397 m) zum ersten Schlaggewinn. Mit starkem Abschlag auf Loch 13 (Par 3, 163 m) ist aus einem Meter das zweite Birdie nur noch Formsache.
Doch der bittere Rückschlag folgt am nächsten Loch: auf der 14 (Par 4, 361 m) passt die Schlägerwahl vom Fairway nicht, der Ball landet hinter dem Grün unspielbar, und ohne Möglichkeit zu droppen muss Brier den Grünschuss von hinten noch einmal probieren. Mit zwei Putts wird es letztendlich ein Doppelbogey. Am Dogleg-links (Nr. 16, Par 4, 404 m) ist dann ein Wasserball zu beklagen, was zum zweiten Bogey führt. „Ich bin in den Runden zuvor im Bunker rechts gelandet und habe heute versucht eine aggressivere Linie zu spielen“, erklärt Brier den Ballverlust. Weitere Birdiechancen auf 17 und 18 bleiben ungenutzt.
Im ersten Rundendrittel kann der Führende Chris Wood (ENG) seinen Vorsprung auf vier Schläge ausbauen. Martin Wiegele hält mit zwei Birdies und einem Bogey auf den Frontnine mit und rangiert nach 9 gespielten Löchern auf Rang 5. Bernd Wiesberger, der dritte Österreicher in den Preisgeldrängen, fällt mit 74 (+4) erneut zurück und findet sich derzeit auf Rang 63 wieder.
13.5.2011 - Runde 2
Über Par trotz Traumstart
Markus Brier scort in der zweiten Runde der Iberdrola Open auf Mallroca 72 (+2) und zieht als 49. (+3) ins Wochenende ein. Eagle und Birdie auf den ersten beiden Löchern stehen fünf Bogeys auf der restlichen Runde gegenüber.
„Es war hart zu spielen heute, und ich habe stellenweise ganz schön gelitten“, fasst Markus Brier die 2. Runde am Pula GC zusammen. „Dabei war mein Spiel gar nicht schlecht – besonders die Abschläge waren in Ordnung. Es sind aber wieder zu wenige Birdies gefallen und schlechte Chips auf den Backnine haben die Bogeys verursacht“, schildert Brier.
Seine aufregende Runde beginnt auf den Backnine mit einem Eagle und eine Birdie auf den ersten beiden Löchern. Auf der 10 (Par 5, 522 m) folgt auf starken Drive ein perfektes 3er-Holz mit dem er sich eine 3-Meter-Birdiechance auflegt und zum Eagle verwertet. Darauf spielt er auf der 11 (Par 4, 281 m) den Approach mit dem Gap-Wedge 5 Meter zum Stock und locht zum Birdie, was ihn urplötzlich bis in die Top-20 hebt. Doch für den weiteren Tagesverlauf sollten Markus Brier die guten Schüsse ins Grün ausgegangen sein. So passiert das erste von fünf Birdies auf Loch 12 mit gemisstem Grün aus dem Semirough. Nach dem Dreiputt-Bogey auf Loch 17 verschärfen sich die Verhältnisse.
„Zum Abend hin werden die Grüns durch Wind und Sonne bockhart und dann ist es zäh den Ball zum Stehen zu bringen“, erklärt Brier. Auf den Löchern 2, 7 und 8 bleibt der Ball auf den Grüns nicht liegen. Aus zum Teil schwierigen Lagen bringt er die Chips nicht nah genug an die Fahnen um die Pars zu sichern. „Es ist den ganzen Tag nichts tragisches passiert, aber die Unschärfen im kurzen Spiel reichen schon aus um das Score zu ruinieren“, so Brier.
Mit fünf Birdies hält sich Martin Wiegele – trotz eines Triplebogeys – in den Top-Ten (T9, -2). Bernd Wiesberger geht wie Brier von Rang 49 (+3) in das Wochenende. Bei schwierigen Bedingungen fällt der bisherige Führende, Grégory Bourdy (FRA, 77, +7) bis auf Rang 20 (par) zurück. Neuer Spitzenreiter ist der Engländer Chris Wood. Bei 8 unter Par hält er drei Schläge Vorsprung auf den ersten Verfolger.
12.5.2011 - Runde 1
Bogeys überwiegen
Mit 71 (+1) erwischt Markus Brier einen mäßigen Auftakt bei den Iberdrola Open auf Mallorca. Zwei Bogeys und ein Birdie ergeben derzeit Rang 52.
Früh in den Tag gegangen, scheint es ein positiver Einstand zu werden für Markus Brier auf Mallorca. Er präsentiert sich auf den ersten Löchern solide vom Tee und bringt die Approaches sicher auf die Grüns. „Das kurze Spiel war den ganzen Tag über OK, auf den Frontnine hätten aber mehr Birdies fallen müssen“, kommentiert er vergebene Chancen aus 3 bis 5 Meter auf den Löchern 2, 4 und 5. Das erste Bogey passiert am überlangen Loch 9 (Par 4, 450 m).
Nach dem Turn kommt über dem Pula GC etwas Wind auf, und mit zunehmender Schwäche vom Tee bleiben nun die Chancen aus. „Mein Spiel hat sich dann Richtung par entwickelt. Aus dem Rough habe ich auch auf den kurzen Löchern keine sauberen Schüsse ins Grün gehabt“, so Brier. Nach dem zweiten Bogey, das auf der 14 passiert (Par 4, 361 m), vergibt er eine der wenigen Birdiechancen der Backnine auf Loch 17 (Par 4, 405 m). Schließlich spielt Brier – nach gutem Schuss ins letzte Grün (Nr. 18, Par 3, 186 m) – doch noch einen Schlaggewinn heraus und schafft eine kleine Scorekorrektur zur 71 (+1).
Besser ergeht es den anderen beiden Österreichern im Feld. Bernd Wiegele erreicht mit spätem Eagle 69 (-1) und rangiert derzeit als 21. Martin Wiegele liegt -2 nach 15 und findet sich nach vier Birdies derzeit auf Rang 10. Die beste Vormittagsrunde spielt Grégory Bourdy (FRA) mit 63 (-7). Die erste Runde ist in Gange.
11.5.2011 - Vorschau
Optimistisch auf Mallorca
Markus Brier startet diese Woche in die Iberdrola Open am Pula GC auf Mallorca. In den vergangenen Jahren erreichte er hier durchwegs starke Ergebnisse. Auch die aktuelle Form könnte für einen Erfolg gut sein.
Auf zahlreiche Platzierungen rund um Rang 20 und Rang 4 im Jahr 2004 kann Markus Brier zurückblicken, wenn er am Donnerstag um 8 Uhr 50 in das 1-Millionen-Euro-Turnier am Pula GC geht. Und seine Zielsetzung ist klar umrissen: „Die vergangene Woche war ein kleiner Dämpfer. Jetzt fühle ich mich aber wieder wohl und wir werden versuchen den Erfolg von 2004 zu wiederholen“, so Brier.
Nach der zufrieden stellenden Proberunde am Dienstag gibt er sich überrascht über den hohen Pflegezustand der Anlage: „Der Platz schaut sehr viel versprechend aus und es spielt sich deutlich angenehmer als in den vergangenen Jahren. Es sind ein paar knackige Löcher dabei. Vor allem wenn das Wasser ins Spiel kommt wird es eng.“
Die großen Stars der European Tour teen diese Woche bei der Players Championship in Florida auf; am Papier stellt die Konkurrenz im Feld der Iberdrola Open also keine unüberwindbare Hürde dar, für die drei am Start befindlichen Österreicher. Neben Markus Brier sind mit Martin Wiegele und dem derzeit stark aufspielenden Bernd Wiesberger, die besten Österreichischen Golfer in Mallorca am Start.

