KLM Open
Hilversumsche GC
8. bis 11. September
Preisgeld: 1,8 Mio. €
Titelverteidiger: Martin Kaymer (GER)
11.9.2011 – 4. Runde
Keine Steigerung am Sonntag
Mit 71 (+1) kann sich Markus Brier am Finaltag der KLM Open im Hilversumsche GC nicht mehr verbessern. Bei par nach vier Runden beendet er das letzte Turnier vor den Austrian
GolfOpen auf Rang 50.
Auch der Finaltag beim komplett verregneten Turnier startet mit Verzögerung. Brier geht von Loch 9 (Par 4, 412 m) in seine Finalrunde. Mit stakem Drive und tollem 3er-Holz ins Grün gelingt gleich ein Birdie. Brier: „Jetzt geht´s los habe ich mir gedacht, aber dann ist gleich das erste Bogey passiert.“ Auf Loch 10 (Par 3, 204 m) gerät der Abschlag in einen der vielen Büsche am Platz.
Brier erreicht auf Loch 12 (Par 5, 443 m) das Grün mit dem zweiten Schlag und scort ein zweites Birdie. Doch wiederum passiert der Rückschlag umgehend. Auf Loch 13 (Par 3, 169 m) schlägt er in den Grünbunker und schafft den Sandsave nicht.
„Es war ziemlich windig und mein Spiel war nicht berauschend heute“, bilanziert Brier. „Das Kriterium waren die ganze Woch die sehr langen Par 4. Zeitweise ist es auch ganz gut gegangen und ich mache viele gute Schüsse. Leider sind noch ein paar Fehler dabei und die kosten.“ Mit Pars bis zum vorletzten Loch hält er sich an der Ausgangsposition für den Tag, bis ihn ein drittes Bogey (Nr. 7, Par 4, 380 m) um eine Position im Endklassement zurückwirft.
Brier: „Das Turnier war schon OK, und ich kann optimistisch ins Heimspiel gehen. Sobald mein Spiel aufgeht ist momentan alles möglich“, freut sich der 43-jährige Wiener in seiner 12. European Tour Saison auf das anstehende Heimspiel. In zwei Wochen, von 22. bis 25. September steigen im Diamond CC in Atzenbrugg – Briers Heimatclub – die Austrian GolfOpen pres. by Lyoness.
Im Titelkampf, auf den letzten Löchern, haben David Lynn (ENG) und Gary Orr (SCO) noch die Chance, den Führenden im Clubhaus, Simon Dyson (ENG) abzufangen.
10.9.2011 – 3. Runde
Gemischte Gefühle
Am langen dritten Turniertag der KLM Open schafft Markus Brier erst erfolgreich den Cut; dann verhindern zwei Bogeys im dritten Durchgang (69, -1) eine bessere Platzierung als Rang 45 (-1).
Erstmals trockene Verhältnisse im Turnierverlauf ermöglichen, dass am Samstag der Zeitplan im Hilversumsche GC wieder eingehalten wird. Für Markus Brier bedeutet das, am Vormittag seine zweite Runde zu beenden und am Nachmittag den dritten Durchgang zu absolvieren.
Brier hält sich erst mit einem Birdie und einem Bogey in den Cuträngen. Am frühen Nachmittag sorgen zwei Bogeys für Rückschläge, die er aber auf den letzten Löchern seines langen Turniertages wieder ausgleichen kann. Brier: „Der Tag war so und so. Vor allem am Anfang wäre mehr drinnen gewesen, weil ich den Ball richtig gut getroffen haben. Leider war das Putten nicht so gut wie in der ersten Runde.“
Als einziger Österreicher in den Preisgeldrängen startet Markus Brier von Tee 10 in den dritten Durchgang. Mit Bogeys auf den Löchern 10 (Par 3, 204 m) und 16 (Par 4, 434 m) bringt er sich unter Druck, mehr noch ärgert ihn eine schwach Performance auf den Par 5. „Genau auf den erreichbaren langen Löchern habe ich den Abschlag in den Wald verzogen und nur Par spielen können“, schildert Brier.
Mit Birdies auf den Löchern 14, 4 und 5 kommt er am Frühen Abend doch noch unter Par. „Am Schluss ist es ein windiger geworden, trotzdem habe ich das Score retten können – so gesehen war der Tag OK. Wenn morgen alles zusammenläuft ist noch eine deutliche Verbesserung drinnen“, freut er sich auf den Finaltag, für den am Vormittag wieder schwere Gewitter vorhergesagt sind.
Bernd Wiesberger schafft am Samstag Vormittag einen Sprung in die Preisgeldränge nicht mehr. James Kingston (RSA) und Gary Orr (SCO) gehen bei 10 unter Par als Spitzenreiter in die letzte Runde. Marcel Siem fällt am Samstag auf Rang 13 (-5) zurück. Titelverteidiger Martin Kaymer (GER) ist ausgeschieden.
9.9.2011 – 2. Runde – ZWISCHENSTAND
Rückschläge auf 9 Löchern
Nach den Verzögerungen zum Auftakt der KLM Open kann Markus Brier am Freitag nur 9 Löcher spielen. Mit drei Bogeys und zwei Birdies fällt er vorerst auf Rang 56 (+1) zurück. In einem der letzten Flights kämpft er morgen um den Verbleib in den Cuträngen.
Erst um 17 Uhr 20 kann Markus Brier in seine zweite Runde starten – bis zur Dämmerung absolviert er die Backnine. Der regendurchnässte Kurs ist nach dem langen Turniertag entsprechend mitgenommen. Brier: „Das Wetter beruhigt sich, aber die Grüns waren sehr weich und holprig“.
Wieder sind lange Eisen in die Grüns notwendig, doch am Freitag klappt es mit den notwendigen Parsaves nicht so gut wie in der Auftaktrunde. „Auf den langen Par 4 waren die Eisen nicht gut genug. Gut, dass zwei Birdies gelungen sind. Gleich zu Beginn bringt er auf Loch 12 (Par 5, 443 m) den Ball mit zwei Schlägen neben das Grün. Auf Loch 14 (Par 4, 401 m) gelingt ein Traumschuss mit dem 4er-Eisen nachdem nur ein kurzer Putt bleibt. „Es schaut nicht mehr nach Regen aus, und morgen in der Früh rechne ich mit besten Bedingungen“, gibt sich Brier kämpferisch, in den Preisgeldrängen zu verbleiben.
Schwierig, den Cut zu schaffen, wird es für Bernd Wiesberger, der zwei Bogeys auf seinen ersten beiden Löchern einsammelt. Bei 4 über Par, auf Rang 114, muss er morgen auf 11 Löchern 4 Schläge gut machen. Die Führung bei 8 unter Par teilen sich Stephen Dodd (WAL) und Briers guter Freund, Marcel Siem (GER).
8.9.2011 – 1. Runde – ZWISCHENSTAND
Mit starken Putts unter Par
Vandalismus auf einigen Grüns und weiterhin schwere Regenschauer sorgen für mehrere Stunden Verspätung beim Start der KLM Open. Markus Brier kann als einer von wenigen Spielern seine erste Runde im Hilversumsche GC beenden und puttet sich mit drei Birdies und 69 Schlägen (-1) derzeit auf Rang 16.
„Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Vandalismus vor einem European Tour Turnier schon erlebt haben. Die Greenkeeper haben aber den Schaden schnell beheben können, und auf der Runde war das kein Problem“, so Markus Brier über die mit einem Spaten zerfurchten vier Grüns. Mit einiger Verspätung in das Turnier gestartet passiert gleich am ersten Loch eines von zwei Bogeys am Donnerstag. Brier kann aber zwei Par 3 nutzen, um sich vor einer dreistündigen Regenunterbrechung wieder auf Level Par zu bringen.
„Der Platz hat sich unglaublich lang gespielt, die Kollegen jammern alle. Ich habe ungfähr ein Drittel der Grüns mit dem 3er-Holz oder dem 2er-Eisen attackieren müssen“, schildert Markus Brier die zähen Bedingungen am durchnässten Kurs. Mit zahlreichen Up&Downs (starke 26 Putts!) kann er aber sein Score zusammenhalten und mit dem Tagesergebnis zufrieden sein. Zum Abschluss der Runde gelingt am letzten Loch, (#18, Par 5, 456 m) noch ein drittes Birdie, als Brier mit dem zweiten Schlag auf Grünhöhe kommt.
Rund ein Viertel des Feldes hat die erste Runde beendet, einige Spieler sind noch nicht ins Turnier gestartet. Bernd Wiesberger liegt nach 72 (+2) auf Rang 108. Die derzeitige Führung halten Simon Dyson (ENG) und Marcel Siem (GER) bei fünf unter Par. Markus Brier startet morgen voraussichtlich erst am späteren Nachmittag in seine zweite Runde.
7.9.2011 – Vorschau
Comeback in Holland
Mit den KLM Open im Hilversumsche GC steigt Markus Brier wieder in den Tourzirkus ein. Mit drei tiefen Runden erreichte er hier vergangenes Jahr Rang 22.
Markus Brier fühlt sich wohl am traditionsreichen Parkland-Course des Hilversumsche GC. „Ich mag den Platz. Es ist relativ eng, der Wind spielt meistens eine Rolle und es ist besonders wichtig, den Ball im Spiel zu halten“, kommentiert Markus Brier nach der, wegen heftigen Regens verkürzten, Proberunde. „Derzeit sind einige Löcher unter Wasser und die Greenkeeper arbeiten hart. Bis Donnerstag soll sich das Wetter aber besseren“, schildert Brier.
Für den 43-jährigen Wiener in seiner 12. Saison auf der European Tour ist es das Turnier in Holland das letzte vor dem großen Heimspiel bei den Austrian GolfOpen pres. by Lyoness (vom 22. bis 25. 9. im Diamond CC). „Ich habe kein Lampenfieber, aber natürlich bereite ich mich intensiv darauf vor“, erklärt Brier, der in den vergangen Wochen schon einige Proberunden in Atzenbrugg absolviert hat. Auch mit Mental-Coach Kristin Walzer wurde gearbeitet. Brier: „Es geht darum, den Fokus richtig einzustellen. Ich arbeite daran, bei wirklich jedem Schlag konzentriert zu bleiben. Aber man darf sich nicht verkrampfen, sonst führt das schnell in die falsche Richtung.“
Mit drei Spielern aus den Top-4 in der Weltrangliste am Start, freut man sich in Holland über das beste Feld in der langen Geschichte des Turnieres. Titelverteidiger Martin Kaymer (GER) – 3. im World Golf Ranking – und Rory McIlroy (NIR) – 4. im World Golf Ranking – waren vergangene Woche in Crans am Stockerl.

