Madeira Islands Open BPI
Porto Santo Golfe
19. bis 22. Mai
Preisgeld: 700.000 €
Titelverteidiger: James Morrison (ENG)
22.5.2011 - 4. Runde
Starkes Finish vor dem Re-Ranking
In der Finalrunde der Madeira Islands Open arbeitet sich Markus Brier mit 68 (-4) bis auf Rang 7 (-15) nach vor. Briers sechs Birdies vom Sonntag sollten seine Ausgangssituation für die übrige Saison verbessern.
„Mit viel Wind den ganzen Tag über, habe ich heute mit einem guten Rhythmus spielen können. Bei vier Birdies auf den Par 3s, bin ich vor allem mit meinem Eisenspiel zufrieden. Einige Abschläge – vor allem auf den Par 5 – waren nicht in Ordnung“, lauter Markus Brier Resüme der 4. Runde.
Die sechs Birdies und zwei Bogeys verteilen sich gleichmäßig auf die beiden Rundenhälften. So gelingen die ersten Schlaggewinne auf den Par 3 der Frontnine. Während auf Loch 7 nur ein kurzer Putt zum Birdie notwendig ist, stopft Brier auf der 9 aus etwa 10 Meter. Das erste Bogey passiert auf Loch 6 (Par 5, 497 m), wo nach einem schwachen Layup ein schwieriger Chip bleibt.
In der zweiten Rundenhälfte gelingen wiederum drei Birdies; das erste auf Loch 12 (Par 5, 488 m). Nach starkem Gap-Wedge ins Grün auf der 15 (Par 3, 117 m) fällt das sechst Birdie vom Sonntag. Wie in zwei Runden zuvor muss Brier allerdings am langen Loch 16 (Par 4, 450 m) wieder ein Bogey hinnehmen. „Das war mein Angstloch diese Woche. Ich habe drei mal den langen Approach rechts weggedrückt“, schildert Brier zerknirscht. „Jetzt kommt einiges an Rechnerei auf uns zu, aber für die Top-20 in meiner Kategorie und einen Start in Wales schaut es nicht schlecht aus“, lautet seine erste Einschätzung zum Anstehenden Re-Ranking. Die Top-5 und eine Einladung nach Wales verpasst der 42-jährige Wiener nur um einen Schlag.
Den Sieg mit zwei Schlägen Vorsprung sichert sich Michael Hoey aus England (-10), der seinen Vorsprung aus den Vorrunden sicher ins Ziel bringt.
21.5.2011 - 3. Runde
Späte Fehler vor dem Finale
Markus Brier scort in der dritten Runde der Madeira Islands Open 72 (par) und fällt damit auf Rang 22 (-1) zurück. Bogeys auf den Löchern 16 und 17 verhindern eine Zwischenplatzierung in den Top-Ten.
„Ich habe den ganzen Tag über solide gespielt und war ganz gut dabei. Dann sind zwei ärgerliche Bogeys vom Vorgrün passiert. Schade, bei drei unter Par hätte ich vielleicht noch an die Top-3 heranschnuppern können“, lautet Markus Briers Einschätzung zu seinem Spiel nach der dritten Runde auf Porto Santo.
Brier kommt auf Loch 2 (Par 4, 413 m) zum ersten von drei Birdies am Samstag. Der erste Schlagverlust folgt auf der 4 (Par 4, 397 m), wo er nach dem Abschlag ins Rough, keinen sauberen Schuss ins Grün hat. Mit dem Birdie auf Loch 9 (Par 3, 189 m) bringt er sich zum Turn aber wieder unter Par.
„Auf den Backnine habe ich wieder viele Grüns getroffen“, so Brier. Bei etwas schwächerer Puttleistung am Nachmittag, gelingt aber nur am – mit dem Drive erreichbaren – Loch 14 (Par 4, 359 m) ein weiteres Birdie.
Der schmerzhafte Rückfall am Leaderboard passiert kurz vor Schluss: auf den Löchern 16 (Par 4, 450 m) und 17 (Par 3, 198 m) findet sich Brier neben dem Vorgrün wieder und schafft die Chip-Putts nicht. „Ein Turnier geht über vier Runden und ich habe morgen noch einmal die Chance, mich für das Re-Ranking zu verbessern“, so Brier.
Thomas Feyrsinger, der zweite Österreicher im Feld, kann sich mit 73 (+1) nicht von Rang 53 (+4) lösen. Als geteilte Führende – mit zwei Schlägen Vorsprung bei 9 unter Par – gehen Michael Hoey (NIR) und Jamie Elson (ENG) in die Finalrunde.
20.5.2011 - 2. Runde
Brier holt auf
Mit 69 Schlägen (drei unter Par) verbessert sich Markus Brier in der zweiten Runde der Madeira Islands Open bis auf Rang 12 (-1). Nach vier Birdies am Freitag fehlen Brier vor den beiden Finalrunden nur drei Schläge auf die Top-5.
„Es ist sehr gut gegangen bei ein bischen weniger Wind. Insgesamt war das heute einfach eine sehr solide Runde fast ohne Fehler. Wichtig war, dass auch längere Putts zu den Birdies gefallen sind“, fasst Markus Brier sein Spiel am Freitag zusammen.
Auf den sanfteren Frontnine in den Tag gegangen, legt er sich auf Loch 3 (Par 5, 493 m) eine erste Birdiechance auf und verwertet aus drei Meter. Der nächste Schlaggewinn gelingt auf der 5 (Par 3, 152 m), wo er nach dem Abschlag aus 5 Meter einlocht. Das einzige Bogey des Tages passiert auf Loch 9 (Par 3, 189 m). Am langen Bergauf-Loch gerät der Abschlag mit dem 4er-Eisen in den Grünbunker.
Am späten Nachmittag auf den deutlich ausgesetzteren Backnine bleibt der 42-jährige Wiener gar fehlerfrei. Ein Birdie fällt auf der 14 (Par 4, 359 m); wie gestern nach aggressivem Drive, doch deutlich stärkerem Approach. Schließlich erarbeitet sich Brier am langen Finishing-Hole (Nr. 18, Par 5, 551 m) das letzte von vier Birdies der zweiten Runde heraus.
Thomas Feyrsinger, der zweite Österreicher im Feld, fällt nach starker Auftaktrunde und 76 (+4) bis auf Rang 53 zurück. Führender zur Halbzeit ist der Ire Simon Thornton der mit 66 (-6) das deutlich tiefste Score des Tages ins Clubhaus bringt.
19.5.2011 - 1. Runde
Bogeys am Felsen
Bei starkem Wind in der Auftaktrunde der Madeira Islands Open auf Porto Santo kommt Markus Brier auf drei Bogeys und ein Birdie. Mit 74 (+2) rangiert er derzeit auf Rang 72.
Wie erwartet präsentiert sich der Designerkurs aus der Feder des kürzlich verstorbenen Seve Ballesteros bei starkem Wind am Donnerstag von seiner schwierigsten Seite. Markus Brier kommt als früher Starter auf den Backnine schnell auf die extrem exponierten Löcher an der Steilküste und muss Bogeys akzeptieren, nicht unbedingt wegen des Windes sondern wegen schmerzlicher Kurzspielfehler.
So passiert der erste von drei Schlagverlusten auf Loch 14 (Par 4, 359 m), dem Signature-Hole des Kurses, das sich als Dogleg um den Abgrund windet. Brier attackiert das Ziel und landet im Grünbunker, dreiputtet aber aus 4 Meter. Nach dem Abschlag vom höchsten und entsprechend windanfälligen Tee passiert auch auf der 16 (Par 4, 450 m) ein Bogey. Schließlich reiht sich am langen Bergauf-Par-3, der 17 (198 m) ein dritter Schlagverlust ein – beide Male gelingen die Up-and-Downs nicht. „Da oben pfeifft der Wind extrem, aber die Bogeys waren wirklich schade weil sie eigentlich mit zu billigen Fehlern passiert sind“, so Brier.
Auf den deutlich weniger windanfälligen Frontnine, hinein ins innere der Insel, bekommt Brier sein Score in den Griff: „Es war eine geteilte Runde. Auf den Frontnine war mein langes Spiel nicht mehr so scharf, dafür sind einige gute Saves gelungen.“ Brier scort ein Par ums andere und erreicht mit seinem einzigen Birdie des Tages doch noch eine Scorekorrektur – „Damit das ganze freundlicher aussieht“, freut sich Brier über den letzten Putt zum Schlaggewinn auf Loch 9 (Par 3, 189 m).
Mit 67 (-5) setzt Chris Gane (ENG) die bisherige Bestmarke. Bei zwei über Par ist Markus Brier derzeit aber nur drei Schläge von einer Platzierung in den Top-Ten entfernt. Nach dem ersten Rundendrittel rangiert der zweite Österreicher im Feld, Thomas Feyrsinger, mit par als 23ter. Die erste Runde ist in Gange.
18.5.2011 - Vorschau
Einmal noch viel Wind
Für Markus Brier findet die European Tour diese Woche ihre Fortsetzung auf Porto Santo, der kleinen Nachbarinsel von Madeira. Bei den mit der Challenge Tour kosanktionierten Madeira Island Open werden 700.000 Euro ausgespielt.
„Alles steht und fällt hier mit dem Wind“, schildert Markus Brier nach der ersten Proberunde auf Porto Santo. Das kleine Eiland ist gerade groß genug um einen Ort und den Golfplatz zu beherbergen, entsprechend ausgesetzt ist der Platz den Elementen. Besonders auf den Backnine, wo drei Löcher direkt an der enormen Steilküste vorbeiführen, gilt es den Ball sicher im Spiel zu halten. Auch die starken Höhenunterschiede erfordern Präzision.
„Für die erste Runde ist einmal Sturm angesagt, mit bis zu 50 km/h Windgeschwindigkeit – das wird sicher spannend“, freut sich Brier auf die kommende Herausforderung. „Die Grüns sind eher langsam, mit starken Wellen drinnen. Es gibt anspruchsvolle Par 4, so etwa die 1 und die 16, aber wirklich interessant sind die Par 3s. 7, 9 und 17 sind strenge Löcher, vor allem bei Wind!“, verrät Brier aus dem Yardege-Buch.
Neben Markus Brier ist Thomas Feyrsinger diese Woche der einzige Österreicher am Start. Parallel zu den Madeira Island Open wird in Andalusien das hochdotierte Volvo World Matchplay Masters ausgetragen.

