Bankia Madrid Masters
El Encin Golf Hotel, Spanien
6. bis 9. Oktober
Preisgeld: 1 Mio. €
Titelverteidiger: Luke Donald (ENG)
7.10.2011 – Runde 2
Haarscharf den Cut verpasst
Späte Birdies der Konkurrenz im letzten Flight werfen Markus Brier spät aus den Cuträngen beim Madrid Masters. Mit sechs Bogeys und 73 (+1) in Runde 2 fällt er auf Rang 66 zurück. Briers nächstes Turnier sind voraussichtlich erst die Alfred Dunhill Championship ab 17. November.
„Schade um die Chance, jetzt heißt es sitzen und hoffen, dass das Preisgeld reicht“, bilanziert Markus Brier gefasst nach dem hauchdünn verpassten Cut in Madrid. Als derzeit 97. im Race to Dubai schaut es mit einer Qualifikation für die nächste Saison aber nicht schlecht aus. Brier startet stark in die zweite Runde des Madrid Masters, kann insgesamt fünf Birdies verbuchen – streut aber insgesamt sechs Schlagverluste ein. „Ich habe heute entweder richtig stark gespielt oder richtig schlechte Schläge fabriziert. Es war ein unglaubliches Auf-und-ab“, so Brier.
Mit Birdie auf der 10 beginnt die Runde optimal. Das frühe Bogey auf Loch 12 passiert mit falscher Schlägerwahl. Auf den Löchern 13 und 14 bringt er den Approach nahe ans Ziel und Locht zu weitern Birdies. „Die ersten Löcher waren wirklich stark; das Bogey mit dem falschen Eisen kann passieren, das war kein schlechter Ballkontakt“, so Brier.
Ein Dreiputt-Bogey vom Vorgrün auf Loch 16 und ein Schlagverlust nach Snaphook vom Tee in die Büsche auf Loch 17 sorgen für den ersten herben Dämpfer.
Auch zu Beginn der Backnine gelingt ein frühes Birdie, als Brier auf Loch 1 (Par 5, 480 m) das Grün mit dem zweiten Schlag erreicht. Doch mit Fehlern vom Tee – in den Fairwaybunker auf Loch 2 und ins Rough auf Loch 4 – passieren weitere Bogeys. Im letzten Drittel wird das Spiel wieder besser, doch Brier kann nur auf Loch 6 zum Birdie scoren. Gute Chancen auf den Löchern 7 und 8 bleiben ungenutzt.
Nachdem Brier lange Zeit innerhalb der Cutränge geführt wird, sorgen späte Birdies der Konkurrenz, sowie eine Korrektur am Leaderboard dafür, dass er im Zwischenergebnis nach der zweiten Runde auf Platz 66 rangiert. Hätte nur ein vor ihm liegender Spieler um einen Schlag mehr gespielt, wären alle Spieler mit Briers score – dann als 65. – im Preisgeld. Mit 66 (-6) in Runde 2 übernimmt Lee Slattery (ENG) die Halbzeitführung bei 11 unter Par; einen Schlag dahinter lauern Francesco Molinari (ITA) und der relativ unbekannte Eduardo de la Riva (ESP). Titelverteidiger Luke Donald (ENG) – der Weltranglistenführende – arbeitet sich bis in die Top-Ten nach vor.
6.10.2011 – Runde 1 – ZWISCHENSTAND
Solider Einstand in Madrid
Markus Brier eröffnet das Bankia Madrid Masters mit 71 (-1). Bei gutem langen Spiel am fordernden Kurs von El Encin, fallen am Donnerstag zu wenige mögliche Putts. Brier positioniert sich als derzeit 39. im Mittelfeld.
„Der Platz spielt sich länger als erwartet, und vor allem auf den Backnine war mein langes Spiel ganz gut. Ich habe aber einige bittere Putts verschoben. Auf den Frontnine waren weniger zwingende Chancen dabei“, fasst Markus Brier seine Runde am Donnerstag zusammen. Bei freundlich gesteckten Fahnen auf den abenteuerlichen Grüns landen viele Approaches an den richtigen Stellen und finden ihren Weg zum Stock.
So spielt Brier auf den beiden langen Par 4: Nr. 14 (449 m) und Nr. 15 (419 m) hervorragende Birdies. Auf der 14 bringt er den Ball mit dem 4er-Eisen aus 190 Meter bis auf 3 Meter zum Ziel und verwertet. Auf Loch 16 gelingt der Schuss ins Grün mit dem 6er Eisen. „In dieser Phase habe ich die Bälle perfekt getroffen – besser wird es nicht mehr“, so Brier. Mit dem frühen Birdie auf der 2 (Par 4, 418 m) kommt er auf insgesamt drei Schlaggewinne.
Dem gegenüber stehen Bogeys auf den Löchern 10 (Par, 4, 392 m) und 16 (Par 3, 170 m). Am Par 4 landet der Ball zwar neben der Fahne, rollt dann aber über eine der enormen Wellen weit vom Loch weg. „Auf der 16 haben wir zwischen zwei Schlägern überlegt, und uns für den zu langen entschieden.“ Der Parsave misslingt aus 2 Meter. „Für morgen ist windiges Wetter angesagt und dann wird es sehr spannend, weil die Putts sicher länger werden“, freut sich Brier auf die kommende Herausforderung.
Mit dem bisher tiefsten Score des Tages ist Edoardo Molinari (ITA) bei 6 unter Par im Clubhaus. Sechs Spieler notieren derzeit bei 5 unter Par; Titelverteidiger Luke Donald (ENG) hat seine erste Runde bei 4 unter Par beendet. Die Auftaktrunde ist in Gange.
Madrid-extrem
Ohne Unterbrechung nach dem erfolgreichen Turnier in Schottland, teet Markus Brier diese Woche in Madrid auf. Die Eurpean-Tour-Pros erwartet nach den klassischen Links-Kursen ein Platz mit zum Teil skurilen Grüns und extremen Hindernissen.
„Die Grüns sind diese Woche extrem. Mir kommt vor, es gibt gar keine flachen Stellen, riesige Wellen und wilden Formen, manche Grüns sind bis zu 60 Meter lang – so etwas habe ich noch nicht gesehen“, schildert Markus Brier nach seiner ersten Proberunde am Platz von El Encin Golf – ein Kurs designt vom US-amerikaner Robert von Hagge. „Es wird brutal schwierig die richtigen Plateaus zu treffen. Die Eisen müssen auf den Meter genau landen. Wenn die Fahnen gemein gesteckt sind bleibt keiner unter Par. Jedenfalls braucht man mit dem Putter viel Gefühl, und es werden einige unmögliche Putts dabei sein.“, so Brier amüsiert und schockiert zugleich. Als Trost bleibt, dass alle Teilnehmer mit den gleichen Bedingungen konfrontiert sind.
Trotz des anstrengenden Heimturnieres vor zwei Wochen im Diamond CC und dem fordernden Dunhill Links Championship vor einer Woche, sieht Brier die physische Kondition noch nicht als kritischen Punkt an: „Nach drei Turnieren in Serie ist die Kraft noch kein Thema – das ist für mich nicht unüblich. Richtig anstrengend wird es nach dem fünften Turnier.“
Das überraschend starke Feld beim 1-Millionen-Euro-Turnier wird gekrönt durch die Teilnahme des Weltranglisten-Führenden Luke Donald (ENG). Alvaro Quiros (ESP) und Jose-Manuel Lara (ESP) führen die breit aufgestellte Armada der Gastgeber an. Martin Wiegele (AUT) und Bernd Wiesberger (AUT) pausieren diese Woche, und bereiten sich auf die folgenden Portugal Masters in Vilamoura vor. Brier muss sich mit einem Top-Ten-Ergebnis in Madrid dafür erst qualifizieren.

