Open de España
Real Club de Golf El Prat
5. bis 8. Mai
Preisgeld: 2 Mio. €
Titelverteidiger: Alvaro Quiros (ESP)
6.5.2011 - Runde 2
Misserfolg in Spanien
Mit 72 (par) in der zweiten Runde der Open de España kann sich Markus Brier als 88. (+4) nicht in die Preisgeldränge vorarbeiten. Vier Birdies und ein Eagle bleiben bei zahlreichen Ausrutschern ungenutzt.
„Eine seltsame Runde war das heute. Es ist eine Zeit lang sehr gut gegangen und kurz darauf wieder ganz schlecht. Mit vier Bogeys und einem Doppelbogey kann man natürlich nicht einverstanden sein. Aber ich habe den Ball phasenweise sehr gut getroffen und es waren ein paar wirklich gute Schläge dabei; auch wichtige Saves sind gelungen“, bilanziert Markus Brier vor der Abreise aus Barcelona.
Zwei Bogeys auf den ersten beiden Löchern steckt er mit vier Birdies mit messerscharfen Approaches und guten Putts auf den Frontnine weg. In der zweiten Rundenhälfte steigt die Fehlerquote wieder an; ein Chip-in zum Eagle macht noch einmal Mut, bevor mit einem Doppelbogey auf Loch 17 das Turnier endgültig abzuschreiben ist.
Die Ereignisse im Detail
In der Früh passiert das erste Bogey mit einem Dreiputt, nachdem sich Brier schwer tut, die Grüngeschwindigkeit am Morgen einzuschätzen. Nr. 2 verlässt er mit einem Bogey nachdem im Wasserhindernis einen Drop zu nehmen ist. Auf den nächsten sechs Löchern folgen vier Birdies: aus 30 cm auf Loch 3 (Par 3, 188 m), 2 Meter auf Loch 4 und 8 und ein Chip-in auf Loch 7 – „Da hat alles wieder ganz gut ausgeschaut“, so Brier.
Bogeys dann wieder kurz nach dem Turn. Auf Loch 11 (Par 3, 166 m) schätzt er den Wind falsch ein und wird zu lang, auf Loch 13 (Par 3, 204 m) landet der Ball unspielbar neben einem Baum. Die unglücklichen Begebenheiten werden mit einem Eagle auf Loch 14 (Par 4, 352 m) ausgeglichen, wo er den Pitch aus dem Rough mit dem Wedge einlocht. An der letzten Position im Cut kommt Brier auf Loch 17 unter Druck.
Am Par 4 (397 m) bleibt – nachdem der Abschlag in den Fairwaybunker gerät – ein schwieriger Pitch über einen Putbunker. Mit wenig Grün zum Arbeiten ist Brier gezwungen voll zu riskieren – und findet sich im tiefen Hindernis wieder. Nach dem Doppelbogey bleibt keine Hoffnung mehr auf Preisgeld.
Vorläufiger Führender derzeit Scott Jamieson (SCO), der mit einer Parrunde (72) seine Führungsposition noch halten kann. Bernd Wiesberger (AUT) führt den Aufwärtstrend vom Donnerstag fort und verbessert sich mit 70 (-2) bis auf Rang 20 (-2).
5.5.2011 - Runde 1
Hauptsächlich Bogeys
Markus Brier scort in der ersten Runde der Open de España 76 (+4) und findet sich damit auf Rang 126 wieder – vier Schläge über der derzeitigen Cutmarke. Wichtiges Preisgeld aus Barcelona scheint schon in der ersten Runde verspielt.
„Ich bin enttäuscht; das war ganz schlecht heute. Die Bogeys sind im langen Spiel passiert – vom Tee und mit den langen Eisen. Mit dem kurzen Spiel konnte ich mein Score dann nicht mehr retten“, bilanziert Markus Brier. Von Loch 10 gestartet passieren nach vier anfänglichen Pars zwei Ausrutscher am Abschlag. Auf Loch 14 (Par 4, 352 m) und auf Loch 15 (Par 4, 304 m) verzieht er das 5er-Holz in den Fairwaybunker und den Wald. „Auf den kurzen Löchern hat es besonders weh getan“, so Brier.
Der nächste Rückschlag folgt auf Loch 17 (Par 4, 397 m) mit einem Dreiputt – „kann passieren...“, kommentiert der als 69 im Race to Dubai derzeit bei weitem bestplatzierte Österreicher in der Rangliste. Das einzige Birdie des Tages am Finishing Hole (Nr. 18, Par 5, 496 m) macht den Ausrutscher wieder weg.
Doch die traurige Geschichte findet auf den Frontnine ihre Fortsetzung: Brier muss mit abgerissenen Approaches auf 1 und 6 (Par 4, 416 m und Par 4, 428 m) zwei weitere Bogeys hinnehmen; Schlaggewinne sind nicht mehr zu verzeichnen und das Zwischenergebnis stellt sich mit Rang 126 weit unter der Zielsetzung dar.
Am schwierigen Kurs von „El Prat“ wird am Donnerstag recht hoch gescort, doch überraschenderweise ist das Leaderboard dicht gedrängt. Die letzten Spieler im Cut (u.a. Bernd Wiesberger, AUT, T43, par) sind nur drei Schläge von den Top-Ten entfernt. Als Führender geht Scott Jamieson (SCO, -6) in den zweiten Durchgang.
4.5.2011 - Vorschau
Angriff in Spanien
Mit den Open de España in Barcelona beginnt für Markus Brier eine wichtige Phase von drei Turnieren in Südeuropa. In Barcelona, auf Mallorca und auf Madeira gilt es – vor dem Re-Ranking – noch einmal Preisgeld einzufahren, um Turnierstarts im Sommer abzusichern. Als derzeit schwächer gereihter Spieler in der Kategorie 11b musste er im Frühjahr einige Male zwangs-pausieren.
Das 2-Millionen-Euro-Turnier wird im Real Club de Golf El Prat ausgetragen. Der spektakuläre Greg-Norman-Kurs nahe Barcelona ist zum ersten Mal Gastgeber für die European Tour und punktet mit anspruchsvollem Design und hervorragender Pflegequalität. Brier: “Es ist ein toller Golfplatz. Die Grüns sind sehr groß und haben riesige Wellen. An manchen Stellen hängen sie ordentlich weg und es lauern aufregende Bunkerlandschaften. Die Fairways sind nicht wirklich eng, aber das Rough haben sie ganz gut in Schuss gebracht.“
Gespielt wird eine Mischung aus den beiden 18-Loch-Kursen der Anlage, sodass sich aufwendig gestaltete, weitläufige Fairways mit engen Bahnen im Wald abwechseln. Mit etwas weniger als 6.700 Meter geht es auch um die Länge: „Alleine auf den Frontnine gibt es drei Par 4, die über 420 Meter lang sind. Auf den langen Par 3 spiele ich 4er-Eisen und das 5er-Holz und von den vier Par 5 sind für mich nur zwei erreichbar“, verrät Brier aus dem Birdiebuch.
Nach dem Ausscheiden in China hat Markus Brier im Diamond Country Club vor allem an seinem Wedge-Game gearbeitet. Er schildert: „Das lange Spiel und das Putten war nicht das Problem. Das Score habe ich bei den Approach-Shots liegengelassen. Ich habe viel gemacht in diese Richtung, aber wir werden erst im Turnier sehen wo ich damit stehe.“
Naturgemäß stellen die Spanier beim Heimturnier den Grossteil des Starterfeldes, wobei Miguel Angel Jiménez – der in China um den Sieg mitgespielt hat – und Titelverteidiger Manuel Quiros die höchste Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Am Start sind auch Ryder Cup Captain Colin Montgomerie (SCO), Wunderkind Matteo Manassero (ITA) und Spielerlegende José Maria Olazabal (ESP). Während Martin Wiegele diese Woche nicht am Start ist, steigt Bernd Wiesberger wieder ins Turniergeschehen ein. Markus Brier startet am Donnerstag um 13 Uhr 35 von Tee 10.

