Commercial Bank Quatar Masters
Doha GC, Quatar
3. bis 6. Februar
Preisgeld: 2,5 Mio. $
Titelverteidiger: Robert Karlsson (SWE)
6.2.2011 - Runde 4
Platz 3 in Qatar
Mit vier Bogeys in der ersten Hälfte der Finalrunde kann Markus Brier nicht um den Sieg beim hochkarätigen Commercial Bank Qatar Masters mitspielen – den sichert sich Thomas Björn (DEN, -14) mit vier Schlägen Vorsprung auf Alvaro Quiros (ESP, -10). Eine solide zweite Hälfte und insgesamt drei Birdies ergeben 73 (+1) und Rang 3 (-9) sowie 102.393 Euro Preisgeld. Brier verbessert sich auf Rang 17 der Rangliste und ist für die anstehenden Dubai Desert Classic qualifiziert.
„Ich kann mit dem Ergebnis zufrieden sein; die Form passt zur Zeit tadellos. Momentan treffe ich den Ball gut und auch das Putten war diese Woche über weite Strecken in Ordnung“, resümiert Markus über das Top-Ergebnis bei schwierigen Verhältnissen im Elitefeld der European Tour. Auch am Sonntag bestimmt der Wüstenwind das Spielgeschehen.
Nach den schlimmen Frontnine verhindern vertane Birdiechancen im Finish eine noch bessere Platzierung. Auf Loch 18 (Par 5, 539 m) könnte Brier mit einem abschließenden Schlaggewinn zum Zweitplatzierten Quiros – dem Champion von 2009 – aufschließen, vergibt aber den 50.000-Euro-Putt aus rund 2,5 Meter.
Im letzten Flight am Sonntag gelingt Brier gleich am ersten Loch ein Birdie, mit dem er zum Führenden Björn aufschließt. Dann folgen jedoch vier Bogeys bis zum Turn. „Am Anfang war es ziemlich Mühsam. Es war ein Mix aus schwachen Abschlägen und Problemen im kurzen Spiel. Aus dem Rough waren die Annäherungen nicht einfach, dabei habe ich die Grüns nur knapp verfehlt“, fasst Brier die Bogeys auf den Löchern 2, 4, und 8 zusammen wo die Up-and-downs mislingen. Auf Loch 6 passiert ein Dreiputt.
Deutlich mehr Birdiechancen ergeben sich auf den Backnine. Auf den Löchern 10 (Par 5, 548 m) und 13 (Par 3, 186 m) vergibt er aber die schön herausgespielten Birdieputts aus jeweils etwa zwei Meter. „Die zweiten Neun waren besser, da waren ein paar gute Schüsse dabei. Bitter, dass die Birdies nicht gefallen sind, das war die Chance zweiter zu werden“, kommentiert Brier, der auf den Löchern 11 (Par 4, 433 m) und 16 (Par 4, 281 m) Birdies einfahren kann und die zweite Rundenhälfte bogeyfrei absolviert.
Überragender Spieler in der Finalrunde ist Thomas Björn (DEN). Mit Pars bis Loch 14 und zwei Birdies zur rechten Zeit dominiert er das Feld in effektiver Weise und erreicht seinen insgesamt 11. Tourtitel.
5.2.2011 - Runde 3
Brier im letzten Flight
Markus Brier verliert mit 69 (-3) am Samstag zwar die Führung bei den Commercial Bank Qatar Masters, doch startet er mit nur einem Schlag Rückstand auf den Spitzenreiter Thomas Björn (DEN, -11) als Zweitplatzierter (-10) ins Finale. In Runde 3 stehen fünf Birdies, zwei Bogeys gegenüber.
„Bis auf die Par 5 war heute eigentlich alles OK; man darf halt nicht ins Rough schießen. Zum Schluss habe ich ein bisschen kämpfen müssen, aber ich habe den ganzen Tag über ein paar gute Putts gelocht und wichtige Up-and-Downs gemacht“, bilanziert Markus Brier nach der Runde.
Mit solidem Spiel von Anfang an, wechseln sich im ersten Rundendrittel Parsaves mit den ersten Birdies auf den Löchern 4 und 6 ab. Die beiden Bogeys passieren auf den Löchern 9 und 18, beides Par 5 auf denen Brier den Abschlag ins Rough verzieht.
Birdies auf den Löchern 11 und 12 – der Approach landet jeweils nah am Stock – lassen den Österreicher zwischenzeitlich deutlich in Führung gehen. Die Konkurrenz, allen voran Thomas Björn (DEN, -11) und Titelverteidiger Robert Karlsson (SWE, -8), legt aber im Finish nach, während Brier nach einem weiteren Birdie (Loch 16) am Schluss noch einen Schlag abgibt.
„Das kurze Spiel passt zur Zeit gut – das ist wichtig. Für morgen ist mehr Wind angesagt und im letzten Flight werden viele Zuschauer dabei sein. Das wird eine spannende Sache“, gibt sich Brier voll Tatendrang.
4.2.2011 - Runde 2
Pole Position fürs Finale
Markus Brier legt bei weniger Wind in der zweiten Runde der Commercial Bank Qatar Master 66 (-6) nach. Mit sechs Birdies und ohne Schlagverlust rangiert Brier derzeit bei sieben unter Par und führt das Elitefeld der European Tour an.
„Ich habe sehr solide gespielt, keine groben Fehler gemacht und einige lange Putts gelocht. Wenn es gut läuft fühlt es sich einfach an!“ schildert Markus Brier hocherfreut nach der Runde.
Bei weniger Wind als in der Auftaktrunde startet Brier von Loch 10 und kann ein schnelles Birdie verbuchen. Auf Loch 11 (Par 4, 433 m) versenkt er einen 5-Meter-Putt, der die Richtung vorgibt. Ein weiterer langer Putt fällt aus 10 Meter auf Loch 14 (Par 4, 375 m). „Wichtig für so eine Runde ist, dass es im kurzen Spiel gut läuft. Ich habe 14 Grüns getroffen und eigentlich alle machbaren Chancen verwerten können“, so Brier.
Auf Loch 16 (Par 4, 281 m) erreicht er beinahe das Grün, chippt tot zum Stock und kann das dritte Birdie verbuchen. Präzise Wedges auf 18 und 2 fixieren die nächsten Schlaggewinne.
„Bei dem Score war ich aufgeputscht und habe auf 3 und 5 die Grüns überschlagen. Für die Up-and-downs habe ich arbeiten müssen“, so Brier. Das Birdie auf Loch 9 (Par 5, 584 m) beschließt das lupenreine Score in der zweiten Runde, das zu den Tagesbesten zählt. Brier:„Der Zwischenstand ist natürlich erfreulich, aber ein Turnier hat vier Runden.“
Brier startet mit einem Schlag Vorsprung auf Darren Fichardt (RSA) ins Finale und hat zwei Schläge Vorsprung auf drei Drittplatzierte. Die Zehnten sind schon fünf Schläge zurück – Brier und seine schärfsten Verfolger haben sich vom Hauptfeld absetzen können. Zahlreiche der großen Stars der European Tour rangieren weit hinter dem österreichischen Führenden oder haben den Cut verpasst. Martin Wiegele cuttet nach 70 (-2) als 47ter (+2); für Bernd Wiesberger geht es sich nach 73 (+1) um einen Schlag nicht aus.
3.2.2011 - Runde 1
Paradegolf im Sturm
In der ersten Runde des Qatar Masters pfeift der Wüstenwind wie erwartet über die Fairways des überlangen Doha GC. Markus Brier paltziert sich im Elitefeld mit 71 (-1) in den Top-Ten.
„Es war richtig windig und es ist sehr gut gegangen. Ich habe wenig Fehler gemacht und ein bischen Glück gehabt. Wenn die Drives im Gegenwind 210 Meter gehen und bei Rückenwind über 300 – das ist schon recht spannend “, lautet das erfreute Resümee Markus Briers nach dem Spiel. „Bei stärkerem Wind auf den Backnine war wichtig, dass ich mir rund ums Grün einfache Chips gelassen habe. Und das Driven war den ganzen Tag gut. Aus dem Rough hätte ich kaum Chancen zum Attackieren gehabt“, analysiert Brier.
Das erste von drei Bridies fällt auf Loch 6 (Par 4, 446 m), wo sein Schlag mit dem 6er Eisen ins Grün einen Meter neben dem Loch landet. Zuvor hat er schon jedes Grün in Regulation getroffen. Mit dem zweiten Birdie auf Loch 8 (Par 3, 178 m) kapitalisiert er sein tolles Spiel im Wind. „Aus dem Rough eingechippt – das war der Bonus heute“, so Brier.
Die beiden Bogeys passieren am Donnerstag in Serie. Auf Loch 12 (Par 4, 392 m) mislingt der Save aus zwei Meter; auf Loch 13 (Par 3, 186 m) ebenso aus machbarer Distanz. Brier: „Das Par 3 war voll gegen den Wind zu spielen. Ich bin mit dem 3er Eisen nur knapp übers Wasser gekommen. Vielleicht wäre bei dem Wind sogar das 3er Holz auf 150 Meter die richtige Entscheidung gewesen. Man muss dabei extrem aufpassen weil im Wind jeder Spin furchtbar verstärkt wird.“ Nach wichtigen Up-and-downs auf 15 und 17 gelingt auf Loch 18 (Par 5, 539 m) bei Rückenwind das dritte Birdie, mit dem er verdientermaßen die Runde unter Par finalisiert.
Im hochkarätigen Feld – nahezu alle Top-Spieler der European Tour sind am Start – rangiert Brier derzeit zwei Schläge hinter dem Führenden Retief Goosen (RSA, -3). Titelverteidiger Robert Karlsson (SWE) rangiert bei -2 als geteilter Zweiter. Mit der Hälfte des Feldes noch unterwegs ist Brier derzeit 7ter.
Martin Wiegele (T91, 76, +4) und Bernd Wiesberger (+3 nach 9) haben Schlagverluste zu beklagen.
2.2.2011 - Vorschau
Elitegolf im Wüstensand
Ohne Unterbrechung findet das Race to Dubai für Markus Brier bei enormer Konkurrenz in Doha seine Fortsetzung. Auch für die Commercialbank Qatar Masters hat er eine der wenigen und heißbegehrten Einladungen erhalten.
Als würde die schiere Länge des Kurses – 6.756 Meter – nicht genug Schwierigkeiten mit sich bringen, warten diese Woche auch noch giftige Roughs, fordernde Par 3 und windige Verhältnisse auf die Starter im Doha GC. Brier lässt sich davon die Stimmung nicht verderben und gibt sich voll Tatendrang: „Die Trainingsrunde hat gut gepasst. Alle Bereiche meines Spiels sind im grünen Bereich.“
Der 42-jährige Wiener sieht in seiner Analyse vor allem in den Teeschüssen und auf den Grüns die kritischen Punkte: „Die Roughs sind so fett und tief, dass man manchmal sogar Probleme hat, den Ball zu finden. Die Hauptaufgabe diese Woche wird sein, die Fairways zu treffen. Aber auch die relativ harten Grüns sind ein Problem. Zum Putten sind sie zwar sehr angenehm, aber wenn man sie mit mittleren und langen Eisen anspielt muss man schon ordentlich Platz zum Releasen lassen.“
Bei 2,5 Millionen US-Doller Preisgeld und eine Woche vor den Dubai Desert Classic sind nahezu alle Größen der European Tour am Start, wobei sich die Aufmerksamkeit auf die beiden Führenden in der Weltrangliste konzentriert. Martin Kaymer (GER) hat die Möglichkeit, Lee Westwood (ENG) als Spitzenreiter abzulösen. Nach regelmäßig starker Performance in Qatar werden auch die Schweden Robert Karlsson (Titelverteidiger) und Henrik Stenson hoch gehandelt. Mit Steve Stricker (Weltranglisten 7.) und John Daly ist hoher Besuch aus den USA angereist.
Auch Martin Wiegele und Bernd Wiesberger starten in Quatar. Brier startet am Donnerstag um 7 Uhr 10 Ortszeit von Tee 1.

